Per Anhalter durch meine Galaxis - Gedanken und Geschichten nicht nur von dieser Welt

"The following statement is false:
The previous statement is true.
Welcome to our corner of the universe

Anonymous
Seefra Denizen
CY 10210"
(Andromeda: The Past is Prolix)

Samstag, 5. April 2014

MONTYPARTY!

Guten Morgen, liebe Leser!


ENDLICH ist es soweit!

Ich mit 5 Wochen. Porträtfoto: Susanne Westermann

ICH habe Geburtstag!

Ich mit 10 Wochen. Foto: Fam. Blank

Jetzt bin ich ein Jahr alt!

Ich mit 13 Wochen

Und meine lieben Geschwister natürlich auch!

Ich ganz neu! Foto: Fam. Blank


Und gewachsen bin ich natürlich auch. Ich wiege jetzt ungefähr 33 kg (Das wissen wir nicht so genau, weil ich nicht mehr so gerne gewogen werde). Und von Nase zu Schwanzspitze bin ich 140 cm lang (nicht mehr 110 wie vor einem halben Jahr)!

Meine Mami hat übrigens ein Geburtstagslied für mich geschrieben! Das heißt, sie sagt, sie hat es nur ein wenig UMgeschrieben. Das Lied selber hätte es schon gegeben. Zweimal sogar.
Ursprünglich hieß es: "Down by the River" von Albert Hammond. Und dann hat Volker Rosin es genommen und ein Geburtstagslied daraus gemacht.


Und das hier ist jetzt MEINS! :-)

Vor einem Jahr heut wie bestellt,
kam ein Welpe auf die Welt.
Ohne Zähne, ohne Schuh,
kaum zu glauben:
Das warst Du!

Hast gejault und in der Nacht
manches Mal ins Haus gemacht.
Heute tust Du das nicht mehr.
Herzlichen Glückwunsch!

Herzlichen Glückwunsch!
Herzlichen Glückwunsch!
Du bist der Geburtstagshund!
Herzlichen Glückwunsch!

Dein ganzes Rudel sagt zu Dir:
"Du bist heut das Ehrentier.
Sei geknuddelt und geküsst.
Wir freu'n uns, dass Du bei uns bist."

"Hab heute einen schönen Tag!"
Das wünscht Dir jeder, der Dich mag.
"Ein langes Leben und viel Spaß!
Herzlichen Glückwunsch!"

Herzlichen Glückwunsch!
Herzlichen Glückwunsch!
Du bist der Geburtstagshund!
Herzlichen Glückwunsch!

Schön, oder? :-)

Also, liebe Brüder und Schwestern, wo immer Ihr auch seid, das Lied ist selbstverständlich auch für Euch! Mein Rudel und ich wünschen Euch allen einen schönen Geburtstag, und ich freue mich sehr auf das Wiedersehen mit Euch in ein paar Wochen.

Ach ja, und ... Diese Kerze hier:



ist übrigens nicht für mich. Die hat Mami für unser Regenbogenbrüderchen angezündet, das eigentlich auch heute hätte Geburtstag feiern sollen. Aber stattdessen ist es gleich weitergezogen und spielt jetzt mit Mama Emmas Kumpels Henry und Monty (jahaa! Nach dem bin ICH benannt!) im Regenbogenland. Wir sehen uns irgendwann wieder, Bro!


Und zu einem Geburtstag gehören natürlich auch Geschenke!



Aber erst sollte ich eine doofe Partymütze aufsetzen. Das fand ich GAR NICHT witzig!!

Huch! Was kommt da?



Was soll DAS denn?



Ihr seid ja wohl bescheuert!


Nimm das WEG DA!


Und DANN durfte ich endlich auspacken!!!!

Erst mal in Sicherheit bringen


Hmmm. Was da wohl drin ist?



Ein Rinderohr, ein Meter Rinderkopfhaut, ein Geschicklichkeitsspiel, eine Frisbee-Scheibe ... Aber:



... der absolute Renner war das Honigohr!!


Sooooo toll. Soooo lecker. Ich wusste gar nicht, wo ich zuerst hineinbeißen sollte. Aber die Entscheidung hat Mami mir abgenommen, weil sie die meisten Leckereien erst mal wieder weggepackt hat. Blöd.

Nachher kommen noch Gäste für mich, habe ich gehört. Für die backt Mami einen Kuchen, von dem ICH dooferweise nix haben darf. Aber ich hab ja meine neuen Leckereien. Trotzdem zeige ich Euch, wie der Kuchen ungefähr aussehen wird:






Na dann mal guten Appetit!

Und ausgerechnet jetzt, wo eigentlich alles so toll ist, fühle ich mich auf der anderen Seite ganz komisch.
Ich hab nämlich soooooo Seeeeehhhhnsucht nach meiner Freundin, der Mopsine. Die riecht schon wieder so gut wie damals, als ich gerade ein halbes Jahr alt wurde. Legt die immer so ein tolles Parfum für mich auf, wenn ich was zu Feiern habe? Jedenfalls weiß ich nicht aus noch ein. Die Geburtstagsleckereien sind ja ganz nett und irgendwie auch sehr verlockend, aber eigentlich habe ich gar keinen besonders großen Appetit. Ich mag nur den ganzen Tag am Fenster liegen und Ausschau halten, ob sie nicht vorbei geht. Manchmal jaule ich ganz laut, weil ich hoffe, dass sie mich hört. Und das tut sie wohl auch. Ihr Herrchen hat meiner Mami erzählt, dass sie abends mal selber zwei Stunden an der Tür gesessen und gejault hat. Aber sie kann ja auch nicht einfach so raus und zu mir kommen. Sie mag mich, das weiß ich. Wenn wir sie treffen, dann legt sie sich manchmal vor mir auf den Rücken, aber meine Mami stellt sich dann auf meine Leine und lässt mich nicht an sie ran. Das finde ich doof, aber auf Mami muss ich hören. MÜSSTE ich hören. Nur KANN ich das nicht, in solchen Situationen.
Das Mopsfrauchen steht immer nur dabei und läßt meine Mopsine machen, was sie will. Und hinterher schimpft Mami, dass sie mich das nächste Mal einfach loslässt, wenn ich wieder so ziehe, und das Mopsfrauchen das einfach nur drollig findet. Warum LÄSST sie mich aber dann nie los, wenn wir sie wieder treffen? Ich verstehe Mami nicht. Ich verstehe mich selber nicht. Ich verstehe GAR NICHTS mehr, kann an gar nichts Anderes mehr denken, an ÜBERHAUPT nichts, wenn meine Mopsine ... oh ... Moment mal ... ich rieche Leberwurst!

Tschüss!

Lieben Gruß

Euer Monty


Samstag, 1. März 2014

Monty und Anka


Es wird wirklich langsam Zeit, dass ich Euch von meiner besten Freundin erzähle.
So gerne ich meine Mopsin Daria und die kleine schwarze Nachbarsdogge auch habe, meine allerbeste Freundin ist meine Cousine Anka. Nun, sie ist nicht wirklich meine Cousine, aber wir sehen uns so ähnlich, dass wir durchaus auch verwandt sein könnten. Wenn auch entfernt.

Das hier vorne ist sie. Und das sind wir, die gerade etwas Leckeres von ihrem Frauchen bekommen, weil wir so schön auf den Abruf gehört haben!

Das ist schon anderen Leuten aufgefallen! Einmal bin ich weggelaufen. (Jaaaaajaaaaaa, offensichtlich war es nicht in Ordnung von mir, dem Auto der Nachbarn hinterher zu rennen, die kurz vorher noch so lieb zu viert mit mir gespielt hatten. Papi war jedenfalls nicht fröhlich, als er mich abgeholt hat.) Und ein Nachbar, der weiter unten im Dorf wohnt, war draußen in seinem Garten. Da dachte ich, ich sag mal hallo. Er jedenfalls hat sich gewundert, dass ich alleine unterwegs war. Er hat mich aber nicht zu Mami und Papi zurückgebracht, sondern zu Ankas Frauchen, weil er dachte, ICH bin Anka.

Der nette Nachbar hat also bei Ankas Frauchen geklingelt, sie hat die Tür aufgemacht, mich gesehen und sofort angefangen zu schimpfen, wieso ich denn schon wieder weggelaufen bin! (Weil Anka das auch ab und zu macht. Sag ich gleich noch was zu.) Sie hielt mich nämlich auf den ersten Blick AUCH für Anka! Das war aber ein Hallo, als sie gemerkt hat, dass ich gar nicht SIE, sondern ICH bin!

Ich durfte dann in der Wohnung noch ein bisschen mit Anka spielen, bis Papi mich abgeholt und ganz dolle mit mir geschimpft hat....

Anka - das habt Ihr Euch schon gedacht - ist ein Golden Retriever, genau wie ich. Sie wird Ende Mai schon 11 Jahre alt. Da bin ich dann gerade EIN Jahr. Sie ist also zehn Jahre älter als ich! Aber mit ihr zu spielen, zu rennen, zu toben, macht sooo viel Spaß. Schaut mal hier:










Aber wir können auch ganz brav!



Anka - das hab ich ja vorhin schon erwähnt - geht auch gerne mal alleine spazieren. Aber nur im Sommer. Das kommt dann immer so: Sie legt sich, wenn es warm ist, gerne tagsüber im Garten schlafen. Und weil der Garten keinen Zaun hat, kann sie, wenn sie aufwacht, einfach losspazieren. Meistens merkt das keiner. Erst wenn zum Beispiel wir ihr bei unserem Spaziergang begegnen und sie nach Hause bringen, dann merkt ihr Frauchen das, weil wir ja bei ihr klingeln, damit sie Anka vorne wieder reinlässt. Warum Anka dann nicht einfach wieder in den Garten läuft und so tut, als wäre nichts gewesen, weiß ich auch nicht.

Ich mag meine Anka jedenfalls sehr gerne, und sie mag mich auch. Ich hoffe, dass sie noch lange bei mir bleibt und mit mir spielen kann.

Anka und ich, wir verstehen uns einfach wunderbar. Das macht uns beide und unsere Mamis sehr glücklich.

Lieben Gruß

Euer Monty

Dienstag, 24. Dezember 2013

Das Geschenk


Das Geschenk


Es war einmal vor vielen Jahren ein kleines Dorf am Fuße eines großen Berges, umgeben von Wald und Feldern. Dort lebte und arbeitete ein alter Lehrer, der in seinem langen Schulleben viele Kinder von ihrem ersten bis zu ihrem letzten Schultag unterrichtet und begleitet hatte. Er hatte gesehen, wie sie groß geworden waren, seine Schule verlassen, geheiratet und selber Kinder bekommen hatten, die ebenfalls eines Tages in seine Schule gegangen waren. Oder er war dabei gewesen, als sie von der Dorfgemeinschaft verabschiedet worden waren, weil sie in die Welt hinausziehen und dort ihr Glück suchen wollten.

Nun war das letzte Weihnachtsfest nahe, das er gemeinsam mit seinen zehn kleinen und größeren Schülern feiern wollte. Danach würde er in den Ruhestand gehen. Eine junge Lehrerin würde im neuen Jahr seinen Platz in der kleinen Schule einnehmen.

Zum Abschluss seines letzten Jahres wollte der alte Lehrer seinen Schülern noch einmal eine letzte Hausaufgabe stellen. Eine besondere Hausaufgabe sollte es sein, die ihm zeigen würde, ob seine Schüler bei ihm nicht nur Rechnen und Latein und Singen gelernt hatten, sondern auch etwas, das darüber hinaus wichtig wäre.
Auch ihren Eltern, die er ebenfalls bereits unterrichtet hatte, wollte er diese Aufgabe stellen. Genauso seinen anderen früheren Schülern, die heute im Gemeinderat saßen oder andere wichtige Ämter innehatten.

Diese Aufgabe lautete: Was würdest Du dem Jesuskind zum Geschenk machen?

Viele der ehemaligen Schüler, die nun Eltern waren, sagten sich, was will der alte Tor von uns? Wir sind nicht mehr seine Schüler! Was gibt er uns jetzt noch Hausaufgaben? und weigerten sich, etwas beizutragen.

Andere schrieben tatsächlich etwas auf und gaben es ihren Kindern mit in die Schule. Darunter waren viele praktische, wertvolle und nützliche Ideen.

"Ich schenke dem Jesuskind einen gusseisernen Ofen, damit es im Stall nicht friere." Oder:
"Ich schenke ihm wollene Decken, gegen die kalten Nächte auf seinen Reisen."
Oder :
"Ich schenke ihm Windeln." - "Einen Sack Kartoffeln" oder "Getreide." - "Eine Flasche Wein."

Auch der Dorfpfarrer war schon bei dem alten Lehrer in die Schule gegangen. "Ich schenke dem Christuskind Kerzen, mit denen es die Dunkelheit vertreiben kann."

Genauso der Arzt: "Ich schenke ihm Heilkräuter, damit es gesund bleibe."

Jeder nannte das, was ihm selbst am nützlichsten erschien.

Bei den Kindern war es nicht anders. Jedes hatte eine großzügige Idee, was man dem Neugeborenen bringen könnte.

"Ich schenke ihm ein warmes Mäntelchen."
"Mein Vater ist Imker. Ich schenke dem Kind ein Glas Honig."
"Wir haben viele Ziegen und Schafe. Da kann es ein Lämmlein und ein Zicklein bekommen, damit es immer Milch und Wolle hat."
Des Gutsbesitzers Sohn, der bald alt genug sein würde, die Schule zu verlassen, dachte praktisch: "Mein Vater will einen Ofen schenken. Da bekommt es von mir die Kohle dazu."
Die kleine Tochter des Bäckers hatte die Idee: "Ich backe dem Jesuskind ein Lebkuchenhaus."

Drei der Buben in des alten Lehrers Klasse waren Brüder und meinten, sich ganz schlau anzustellen, als sie zusammen nur ein Heft abgaben, in dem stand: "Wir machen es wie die Heiligen drei Könige und bringen dem Jesuskind Gold, Weihrauch und Myrrhe."

Ein anderer größerer Junge, von dem der alte Lehrer schon lange vermutete, dass er bestimmt eines Tages Bürgermeister werden würde, hatte einen besonders vorausschauenden Einfall: "Ich schenke dem Kind meinen Leiterwagen, damit es die vielen Geschenke, die es sicherlich bekommt, nicht tragen muss."

Der Lehrer hatte viel zu schmunzeln und wurde doch immer nachdenklicher bei der Lektüre der abgegebenen Hefte.

"Es sind alles brave Leute und gute Kinder," dachte er bei sich. "Sie geben gerne von dem Wenigen, das sie selbst besitzen. Aber sind es wirklich diese Dinge, die dem Christuskind gefallen würden?"
War es wirklich das Richtige, was seine Schüler von ihm gelernt hatten?

Nun lag nur noch ein kleines Heft vor dem alten Lehrer. Es war knitterig und hatte Flecken und Risse am Rand. Die Aufgabe war nicht an einem sauberen Tische ausgeführt worden, sondern dieses Kind hatte dabei auf dem Boden gesessen, wohl ganz nah am kleinen aber wärmenden Feuer, das Heftchen auf dem Schoße.

Es gehörte dem jüngsten Kind in des alten Lehrers Schule, einem kleinen Mädchen, das gerade erst Lesen und Schreiben gelernt hatte, und das einzige Kind einer sehr armen Familie war.

"Ich habe leider nichts," hatte das kleine Mädchen geschrieben, "das ich hernehmen und zur Krippe bringen könnte. Aber ich habe dem Herrn Lehrer und dem Herrn Pfarrer immer brav zugehört und habe gelernt, dass das Jesuskind nichts lieber möchte, als dass wir alle einander von Herzen lieb haben. Also schenke ich dem Jesuskind meine Liebe. Davon hab ich genug, sodass sie auch dann immer noch für meine Mama und mein Schwesterchen im Himmel, meinen Papa, meine Oma und alle Menschen in unserem Dorf reicht."

Da erkannte der alte Lehrer, dass er seine Frage falsch gestellt hatte. Sie hätte nicht lauten sollen "Was würdest du schenken?", sondern "Was würde das Jesuskind wollen, dass du schenkst?"

Dieses kleine Mädchen hatte es besser verstanden als er, wie wichtig und wertvoll die Liebe eines Kindes für die Welt sein kann.

Frohe Weihnachten.


Copyright Esther Koch 18. Dezember 2013

Mittwoch, 27. November 2013

Monty und das dicke Blut


Das werdet Ihr nicht glauben!!! Mami Gabi Blank! Hör zu! Das ... glaubst ... Du ... nicht!!!!

Heute musste Mami meinem jüngeren jungen Herrchen ein großes Musikinstrument in die Schule bringen. Und das ausgerechnet zu meiner Spaziergehzeit. Mami hat gesagt, wenn sie mit dem jungen Herrchen wieder heimkommt, ist es schon finster, und dann spaziert es sich nicht mehr so schön. Also hat sie mich mitgenommen, das Musikinstrument abgeliefert und wollte dann die Wartezeit, während das Herrchen Musikunterricht hat, damit verbringen, mit mir an der Wutach spazieren zu gehen.

Aber so weit sind wir gar nicht erst gekommen. Von fern schon hab ich einen Artgenossen entdeckt. Und nicht nur einen Artgenossen. Einen Goldie, so wie ich es bin. Und nicht nur das! Einen CREMEFARBENEN Goldie, so wie ich es bin! Der andere hat mich auch gesehen, hat die Ohren hochgestellt und sich geweigert, weiterzugehen. Er hat mich groß angeschaut und gewartet. Also sind Mami und ich hingegangen, und der andere und ich, wir haben uns beschnuppert und ... DAS war was! Das roch so vertraut, so ... daheim. Welpenzeit-daheim! Und noch früher! Hier! Schaut mal!



Das bin NICHT ICH! Das ist der andere!

Hier sieht man es ein bisschen deutlicher:



Er heißt Diego!
Mami hat sich mit der Frau, die mit ihm unterwegs war, unterhalten. Mami hat gesagt, wir sehen uns SO ähnlich, und gefragt, ob Diego wohl auch von der Frau Blank kommt!
KOMMT ER!!!!
Mami hat dann noch ein paar Fragen gestellt und die Frau hat ein paar Dinge erzählt. Daheim hat Mami dann auf Mami Gabis Homepage nachgeschaut und festgestellt, dass ... jetzt bin ich doch wirklich ein bisschen gerührt ... dass Diego mein älterer Bruder aus dem B-Wurf sein müsste!!! Ein Bohemian! Wir haben die gleiche Mama Emma und den gleichen Papa Eliott! Und meine Schwester Lilli ist UNSERE Schwester!!!

Und dann hat Mami noch ein paar Menschensprüche losgelassen. "Wie klein ist doch die Welt!" und "Zufälle gibt's!" und "Wie groß ist denn eigentlich die Wahrscheinlichkeit ...!" und "Blut ist halt dicker als Wasser!" DAS hab ich gar nicht kapiert. Da war doch gar kein Blut. Und bis zur Wutach waren wir noch gar nicht gekommen. Aber das hatte wohl was damit zu tun, dass die Frau gesagt hat, dass Diego sich sonst gar nicht für andere Hunde interessiert.

Aber MICH - seinen kleinen Bruder - hat er erkannt!


Liebe Grüße

Euer Monty

Samstag, 26. Oktober 2013

Monty und der Fremdstuhl


So ein Dreck aber auch!



Meine arme Mami!

Wobei, mich selber hätt's ja nicht gestört. Ich hab ja zunächst nicht mal gemerkt, dass ich ...

... ins Häufchen eines Artgenossen hinein getreten bin.

Aber meine arme Mami war gar nicht begeistert ...

Der Haufen war zudem nicht irgendwo in Wald, Feld oder Wiese, sondern direkt am Wegesrand, wo auch jemand anders hätte hineintreten können.

Sie hat mich anschließend über ein paar Wiesen mehr rennen lassen als sonst, in der Hoffnung, dass sich dabei was von dem Aa zwischen meinen Ballen wieder herauswischt und im Gras hängen bleibt.

Dann haben wir noch einen Umweg gemacht und sind im Wald an dem kleinen Tümpel vorbei gekommen. Mami hat mich wieder von der Leine gelassen, und ich habe mich schnurstracks hineingeworfen!

Da hat Mami sich aber gefreut! Nein, wirklich! Sie hat sich sogar bei mir bedankt! Sie hat ja auch sonst nichts dagegen, wenn ich in Pfützen oder Bäche hinein gehe, sofern die Böschung dorthin nicht zu steil ist. Also ... IHR zu steil scheint! Aber diesmal war sie richtig glücklich und hat mich immer wieder ermutigt, noch einmal hinein zu springen. Und noch einmal. Und wieder.

ICH fand's toll!

Leider war nach einer kleinen Weile das Wasser in dem Tümpelchen überhaupt nicht mehr so klar wie zu Beginn. Und von dem Schlamm, den ich aufgewirbelt habe, klebte jede Menge an meinem Fell ...

Und immer noch hat Mami gar nicht geschimpft, sondern gesagt, lieber der Schlamm als die Kacke. Ich kann mir nicht erklären, wieso sie das gestört hat. Das riecht doch spannend. Für mich jedenfalls. Für die arme Mami wohl nicht. Und das tut mir natürlich Leid.

Zuhause hat sie mich ganz schnell nach oben ins Bad gescheucht, die Tür hinter uns zu gemacht und mich in die Badewanne hineingehoben. Vorher hatte sie ein Handtuch hineingelegt. Damit ich nicht rutsche, sagte sie. Das wollte ich nicht so gerne. Ich wäre lieber wieder herausgestiegen. Und dann kam da auch noch Wasser aus der Wand! Lauwarmes Wasser! Das fand ich schon sehr merkwürdig. Eigentlich war es doch sehr angenehm, als Mami das Wasser vorsichtig an meinen Beinen und meinem Bauch hat entlang laufen lassen. Und unter mir hat sich eine Pfütze gesammelt, in der ich wenigstens ein bisschen planschen konnte! Dann hat Mami mich wieder aus der Wanne herausgehoben ... unter lautem Geächze, denn zu meinen 30 Kilo kam ja dann noch das Gewicht des Wassers in meinem Fell dazu ... und abgerubbelt. Das war viel besser.

Aber soooo unbedingt muss das nicht nochmal sein. Es war spannend, aber ... naja.

Deshalb: Liebe Hundebesitzer, bitte lasst doch den Schiet von Euren Schatzis nicht auf dem Weg oder am Wegesrand liegen, sondern hebt ihn auf und nehmt ihn mit. Wisst Ihr, es gibt da so schicke kleine Tütchen ...
Tief drin mitten im Wald, da will ich ja nichts sagen. Da machen die Rehe und Füchse ja auch hin, und keiner putzt hinter ihnen her. Aber unsere Exkremente stinken dann doch ziemlich, wenn einer von Euch dort am Weg hineintritt und die Reste an den Schuhen mit ins Auto oder ins Haus nimmt. Das kann Euch doch auch nicht gefallen. (Mir schon, wie gesagt, aber...)
Auch in unserem Dorf gibt es offensichtlich einige Hundebesitzer, denen es ... scheißegal (hihi) ist, wenn ihre Vierbeiner irgendwo hin koten. (Nein, da fehlt kein z. Mami sagt, das Wort heißt so!)
Und so oft wäre Mami selber fast schon in den Mist reingelatscht, wenn sie meine Ausscheidungen aufsammeln gehen will. DAS sind dann solche Momente, an denen sie losschimpft.

Und dann tut sie mir eben Leid.


Liebe Grüße

Euer Monty

P.S.: Habt Ihr mitgezählt? Da waren 12 verschiedene Begriffe drin für das, was hinten bei mir rauskommt! Unglaublich, oder? Menschen ... sind ... komisch!


Samstag, 5. Oktober 2013

Monty "Junghund" Koch



Hurra, hurra, jetzt bin ich ein halbes Jahr!



    Es hat sich endgültig ausgewelpt! Ich bin offiziell und unwiderruflich ein Junghund!

    Ich habe auch keine Welpenzähne mehr. Und ich glaube, dass auch schon alle Großhundzähne da sind.

    Ich wiege heute 28,2 kg, bin von der Nase zur Schwanzspitze stolze 110 cm, habe eine Schulterhöhe von 60 cm. Und wenn ich aufrecht stehe, dann liegt mein Scheitel auf 75 cm.
    Das alles natürlich vorausgesetzt, Papa hat richtig gemessen, was nicht leicht war, weil ich vor Aufregung so gezappelt habe und weil ich nicht wusste, was ich denn nun tun muss, um an den leckeren Käse in Mamis Hand zu kommen. Dabei dachte ich auch noch, das hölzerne Metermaß sei ein neues Kauspielzeug für mich. Das hat es Papa nicht gerade einfacher gemacht!

    Zumal ich auch noch endlich mal wieder im Regen spazieren war, und Mami mich mit dem tollen neuen Handtuch abgerubbelt hat.

               


    Und dann habe ich ein Geschenk bekommen!

                  

  
 Wie erhofft, einen großen roten Kong Classic.

       

    Dass er rot ist, hat Mami gesagt. Das sehe ich ja nicht so genau. Das, was ich vorher hatte, war übrigens noch gar kein Kong Classic, wie ich in meinem letzten Bericht behauptet habe, sondern "nur" ein Kong Puppy. Da hab ich mich wohl ein bisschen vertan.

    Aber JETZT habe ich einen richtigen Kong Classic, wo GROSSE Leckerli hinein müssen, damit sie nicht gleich wieder herausfallen.
    Und gefüllt war er auch schon, als ich ihn aus dem Zeitungsgeschenkpapier gefetzt habe.



    Nachher gehe ich auch mit Papa zum ersten Mal in die Junghundestunde, nicht mehr in die Welpenschule. Da sehe ich auch meinen großen, schwarzen Deutsch-Doggenfreund wieder!

    Junghund-Sein ist aber nicht NUR toll. Mami hat nämlich gesagt, ich bekäme jetzt nur noch zwei Mahlzeiten am Tag! Kein Mittagessen mehr! Aber dafür auch mal einen schönen Knochen. Na gut. Damit kann ich vermutlich leben. Außerdem glaube ich, dass ich deswegen nicht WENIGER Futter bekomme. Nur eben seltener. Die Frühstücksportion war jedenfalls gewaltig.


    Und ein anderes, seltsam-verwirrend-schönes Junghundeerlebnis hatte ich auch vor ein paar Tagen:

    Ihr erinnert Euch doch sicher an meine kleine Mopsfreundin? Die hier im Dorf wohnt und auf ihren kurzen Beinchen so schnell rennen kann? Naja, also ... mir war schon vor einigen Tagen aufgefallen, dass es in unserer Gegend irgendwie anders riecht. Sehr spannend. Aufregend. Himmlisch. Viel besser als die Kühe auf der einen und die Schafe und Ziegen auf der anderen Weide. Und ganz anders als die Botschaften, die mein Kumpel Leo mir morgens immer in unserem Vorgarten hinterlässt. Ich wußte nur nicht, was es war, und warum mich der Duft derart gefangen genommen hat. An jedem fünfzehnten Grasbüschel wollte ich stehen bleiben und schnüffeln. Und schlabbern. Was Mami in den Momenten immer zu mir gesagt hat, weiß ich gar nicht mehr. Ihre Stimme kam wie aus weiter Ferne zu mir. Ehrlich gesagt, es war mir egal, was sie von mir wollte, und wie sehr sie an der Leine gezerrt hat. Ich hätte den ganzen Tag dort stehen und schnüffeln können. Aber warum nur?

    Nun, letzthin habe ich meine Mopsfreundin und ihr Frauchen beim Spaziergang getroffen. Und da merkte ich es: Der spannende Duft - das war das neue Parfum meiner Mopsin! Daaaaas war vielleicht toll! Sie zog eine Wolke dieses Duftes hinter sich her, und ich fing an, mit ihr fangen zu spielen, wie ich es sonst auch mache. Aber diesmal war es viel aufregender. Und immer wieder ist sie stehen geblieben und hat mir ihren Popo zugedreht ... da ... das ... also ... da ... da konnte ich gar nicht mehr richtig denken. Ich wollte immer nur an ihr schnuppern und ... ach, was weiß ich, was sonst noch. Aber immer wieder hat Mami mich an der Leine von meiner Mopsin weggezogen und irgendwas gesagt wie, ich würde sie 'zum Platzen bringen'. Was soll DAS denn heißen? Denkt Mami ich wollte die Mopsin aufpusten?
    Und was sind bitteschön Retrievermöpse?
    Aber sie hat so gut geduftet. Und sie ist immer hinter mir hergelaufen, wenn Mami mich weggezogen hat. Und hat mir wieder ihren süßen, duftenden Popo entgegen...

    Was?
    Achso.
    Mami sagt, ich soll zum Schluss kommen.

Das WOLLTE ich ja, Mami, aber DU hast mich ja nicht gelassen!


Trotzdem lieben Gruß

Euer nicht-genau-wissend-warum-aber-frustrierter Junghund Monty


Sonntag, 29. September 2013

Monty Kong


Let's talk about toys, babies!




    Ich habe viele schöne, weiche, hüpfende, rollende, quietschende, fliegende, bekaubare, zerkaubare, zerrupfbare Spielsachen. Also, wirklich Spielsachen, die auch tatsächlich echt mir gehören. Spielsachen, bei denen Mami oder Papa nicht armwedelnd angerannt kommen, um sie mir wegzunehmen, wenn ich mich eben damit an einen meiner Lieblingplätze zurückziehen will, um ihr Innenleben freizulegen.



    Hier sind ein paar davon:

Mein nicht-mehr-ganz-Tausendfüßler und mein Kuschelhund

       




Mein Kau-und-Zerrhandtüchlein



Mein Quietschestern. Vorher und nachher.



Mittlerweile hat Mami ihn aber gewaschen, und er sieht FAST wieder so aus wie auf dem ersten Bild.


Mein Kau-und-Zerrring.
Der hatte früher noch so ein mit Watte gefülltes Stoffdings in der Mitte. Mami hat mir nie erlaubt, die Watte zu essen, aber wenigstens habe ich das Stoffdings weggekaut und kann nun mit dem Ring tolle Sachen wie diese hier machen:



Meine Kau-, Zerr-, Zerrupf- und Verkleidungsserviette

          


Meine Dynamitstange





Und natürlich ...


Mein KONG!




    Mami hat mir ein bisschen was über den Kong erzählt. Der ist aus Naturkautschuk und es gibt ihn wohl tatsächlich schon seit über 30 Jahren! Unvorstellbar lange für einen kleinen Hund wie mich. Es gibt Kongs in den verschiedensten Formen, Farben, Stärken und Größen. Meiner heißt Kong Classic - das ist der mit dem großen und dem kleinen Loch - und auch den gibt es schon in gefühlten hundertachtundvierzig Farben und sechs Größen. Von dem für klitzekleine Chihuahuawelpen bis hin zu einem, der für meinen Deutschen Doggenfreund Aris geeignet wäre, wenn er dann mal ausgewachsen ist.
    Wir verdanken den Kong übrigens einem deutschen Schäferhund namens Fritz, der seinem Herrchen mal ein Teil eines alten Autos angeschleppt und ihn so auf die Idee gebracht hat.


Mit dem Kong kann man tolle Sachen machen!

    Mami füllt meinen Kong oft mit Leckerlis in verschiedenen Größen, die ich dann herauspulen soll. Aber ich pule nicht immer. Meistens hebe ich den Kong hoch, lasse ihn wieder fallen und sammle einfach die herausgepurzelten Leckerlis auf. Das mache ich ein paarmal und bringe Mami den leeren Kong zurück.
    Schwieriger, aber auch viel leckerer wird es, wenn Mami Leberwurst oder mit Matschefrüchten vermischten Quark hineinschmiert. Dann muss ich wirklich intensiv daran herumlutschen, um alles herauszubekommen. Das funktioniert anfangs auch mit Hochheben-und-Fallenlassen. Dann muss man aber das herausgespritzte Innere vom Boden und den Wänden wieder ablecken. Und DIESES Verfahren macht Mami ganz offensichtlich NICHT glücklich!
    Die Innereienspritzer springen nicht ganz so weit, wenn Mami eine Mischung aus Leberwurst und festen Leckerli in den Kong hineinstopft, aber ganz so einfach wie nur mit festen ist es natürlich immer noch nicht.
    Hochheben-und-Fallenlassen funktioniert GAR nicht, wenn Mami den Kong mit Matschefruchtquark in den Gefrierschrank gelegt hat, wo sie auch immer mein Barffleisch drin aufbewahrt. Das ist dann angenehm kühl - besonders wenn die alten und neuen Zähne sich gerade im Maul um den Platz prügeln - schmeckt trotzdem gut und ist eine noch größere Lutschherausforderung.
    Sauber bekommt sie ihn übrigens nach dem Schmieren und Lutschen mit warmem Wasser, Spülmittel und einer Flaschenbürste. In die brummende Maschine, die so fein riecht, vor allem, wenn sie noch nicht gebrummt hat, und in der ich aber natürlich nicht herumschlabbern darf, will sie ihn nicht stecken. Sie sagt, die Maschine macht das Gummi kaputt.

    Aber der Kong ist natürlich nicht nur ein futuristisch geformter Futternapf! Er ist auch ein Spielzeug. Da er aus Gummi ist, mal weicher, mal härter, kann er auch hüpfen. Es macht viel Spaß, wenn das jüngere Herrchen den Kong wirft, damit ich ihn fange oder ihm hinterherrenne und dann zurückbringe. Da der Kong auch nicht rund ist wie ein Ball, sondern eine - wie Mami sagt - Michelinmännchenform hat, weiß man auch gar nicht, wo er hinhüpfen oder -rollen wird. Das ist spannend!
    Noch spannender wird es, wenn man den Kong ins Obergeschoss trägt und ihn dann von dort runterschubst. Entweder die Stufen hinunter oder gleich die Galerie hinab. Man weiß dann nie, wo er liegenbleibt, da er ja unvorhersehbare Bewegungen macht. Es kann dann auch sein, dass er zwischen zwei Stufen hindurchrollt und direkt ins Untergeschoss purzelt. Das garantiert zusätzlichen Suchspaß.

    Der Kong ist aber auch - darauf kommt Ihr nie! - ein Musikinstrument! Wenn man den Kong, sofern er die richtige Größe hat, hochkant ins Maul nimmt, dann kann man durch die beiden Löcher hindurch atmen und dabei tolle Töne erzeugen!
    Besonders verblüfft war Mami, als ich mit dem Kong im Maul hinter ihr stand und ... naja ... zufällig gerade rülpsen musste. Natürlich durch den Kong hindurch. Also, ich persönlich war in dem Moment von der Akustik dieses Klangkörpers beeindruckt! Sonst machen meine Rülpser ja so gut wie gar keine Geräusche, weil ich als wohlerzogener Junghund natürlich das Maul dabei zulasse. Aber mit Kong drin geht das eben nicht. Mami ist ganz schön zusammengezuckt!
    Ein anderes Mal saß ich mit dem Kong im Maul neben der am Schreibtisch tippenden Mami und wartete. Und atmete. Tief. Entspannt. Geräuschvoll. Mami drehte sich zu mir herum und sah mich eine ganze Weile an, während ich da so vor mich hinatmete. Könnt Ihr mir erklären, warum sie mich dann Dog Vader genannt hat?

    Auch als Türstopper kann man den Kong verwenden. REIN ZUFÄLLIG ist er mir davon und dorthin gerollt, gerade als Mami den Kühlschrank offen hatte, um Sachen hineinzustellen. ZUM GLÜCK achtet sie immer darauf, dass die Kühlschranktür richtig schließt, damit die Lebensmittel darin nicht verderben. NICHT AUSZUDENKEN, wenn sie meinen Kong nicht rechtzeitig entdeckt und weggekickt hätte. Dann hätte ja ICH die Lebensmittel vor dem Verderben retten müssen ... grrrrrr.
    Aber vielleicht funktioniert das ja auch mit der Speistür. Da steht der interessante gelbe Sack drin ... Aber auch da achten alle immer auf eine geschlossene Tür und würden meinen Stopperkong sicher entdecken. GRRRRRR!

    Wenn ich nächsten Samstag Halbgeburtstag habe, schenkt mir das ältere junge Herrchen, von dem ich auch die Dynamitstange habe, vielleicht einen größeren Kong, wo noch mehr Leckereien hineinpassen, die dann durch die größeren Löcher auch leichter herausfallen.

    Und wenn ich aus DEM Kong dann herausgewachsen bin, möchte ich gerne ein Michelinmännchen haben!
   

Liebe Grüße

Euer Monty