Per Anhalter durch meine Galaxis - Gedanken und Geschichten nicht nur von dieser Welt

"The following statement is false:
The previous statement is true.
Welcome to our corner of the universe

Anonymous
Seefra Denizen
CY 10210"
(Andromeda: The Past is Prolix)

Montag, 29. Juli 2013

Montys Lieblingsplätze


Puh, war das in den letzten Tagen heiß! Das war schon gar nicht mehr schön. Endlich regnet es und ist ein bisschen kühler. Da funktioniert auch mein Kopf wieder, und ich kann Euch etwas Neues erzählen, wenn Ihr möchtet.

Heute zeige ich Euch meine Lieblingsplätze im Haus meiner Menschen. Das heißt, die Stellen auf meiner Etage, an denen ich gerne spiele, schlafe, kuschele und - das ältere junge Herrchen würde sagen - chille.
Wenn ich dann mal später selber in die anderen beiden Etagen darf, dann kommen da noch mehr schöne Plätze dazu.

Ich darf eigentlich überall hin.
Naja, fast.

Leider darf ich nicht auf's Sofa. Aber ich lege mich gerne davor. Oft, besonders abends, setzt Mami sich aber neben mich auf den Boden, und dann kuscheln wir.

Mein Kuschelplatz vor dem Sofa

Meine neue Mami hat in der ersten Woche auf dem Sofa geschlafen, und ich lag davor. Immer wenn ich dann unruhig wurde, hat sie eine Hand auf mich gelegt und mich gestreichelt, bis wir beide wieder geschlafen haben. Das war schön. Als die erste Woche vorbei war, konnte ich getrost alleine auf meinem eigentlich gedachten Schlafplatz im Flur schlafen, ohne Angst zu haben, weil ich wusste, dass mich meine Menschen auf keinen Fall verlassen würden.

Mein Schlafplatz
Mami hat erzählt, dass irgendso ein Wolf deswegen mit ihr geschimpft hätte. Woher kennt Mami denn Wölfe? Und wieso schimpft der mit ihr, wenn sie sich um mich kümmert? Ich habe mich jedenfalls so viel wohler gefühlt, als in der zweiten Nacht, als Mami für kurze Zeit den Versuch gemacht hat, mich draußen im Flur alleine zu lassen, weil dieser komische Wolf ihr das geraten hatte. Aber sie hat wohl gemerkt, dass mich das in Todesangst versetzt hat. Ich war doch vorher noch nie alleine gewesen! Meine Mami versteht mich eben.
Mami hat gesagt, der Wolf kommt bald mal zu uns ... Ich weiß noch nicht, ob ich ihn freundlich begrüßen oder ihm in die Reisetasche pullern soll ...


In der Nähe meines Schlafplatzes steht auch eine ganz große Uhr, die zweimal in der Stunde schlägt. Aber das stört mich nicht. Da hatte ich mich schnell dran gewöhnt.

Ein großes "Herz"
Am schönsten ist aber ihr kräftiges, regelmäßiges Ticken. Das klingt, als würde das Herz meiner Hundemami immer noch aus der Ferne über mich wachen und für mich schlagen. Das ist sehr beruhigend, wenn das restliche Haus still und dunkel ist.


Ich habe außer meiner Wasserschüssel im Futtergestell in der Küche auch bei meinem Schlafplatz eine stehen, weil ich ja nachts noch nicht in die Küche soll. Papa denkt, ich treibe dann Schabernack. Aber nachts bin ich doch viel zu müde dafür!
Aber wenn es sehr warm ist, dann kommt es schon mal vor, dass ich mich ganz gerne mal in meine Wasserschüssel hineinstelle. Das finden Mami und Papa aber dann nicht ganz so lustig.

Abkühlung

Draußen im Garten, oder was mal der Garten werden soll, ist es manchmal auch ganz angenehm. Je nach dem, wo die Sonne steht. Aber der erste Morgenspaziergang ist immer fein, da ist das Gras und das, was Mami "Unkraut" nennt, noch schön feucht und kühl.

Unkraut-Bad

Natürlich (!) gibt es auch in der Küche ein paar Fleckchen, an denen ich sehr gerne bin. Zum Beispiel ...

... zwischen Herd und Terrassentür.

Da bekomme ich sowohl mit, wenn draußen etwas vor sich geht, als auch, wenn Mami oder Papa etwas zu essen zubereiten.

Und vor dem ...

... Kühlschrank ...
halte ich mich besonders gerne auf. Dann können sich meine Menschen nicht mal, wenn ich schlafe, an mir vorbeischleichen, und sich etwas Leckeres holen. Ich WEISS, dass da drin meine Käsewürfel sind! Leider bekomme ich nicht jedesmal welche ...


Hier liege ich auch gerne mal tagsüber, wenn wir im Wohnzimmer sind, weil der Teppich schön weich ist und ich alles überblicken kann.


Wieso nennt das junge Herrchen das Ding "Schießbude"?
Allerdings kann dieses Gerät einen Höllenlärm machen, wenn das ältere junge Herrchen sich auf den Hocker setzt und mit diesen Stöckchen, auf denen ich leider auch nicht herumkauen darf, darauf einprügelt. Mami sagt dann immer, er soll damit warten, bis sie mit mir spazieren geht.


Hinter der "Schießbude" kann ich mich hinsetzen und aus dem großen Fenster auf die Straße gucken.
Mein Panoramafenster
Aber ich verstehe nicht, wieso ich nicht so lange bellen darf, bis die Katze gegenüber entweder verschwindet, oder rüber kommt und mit mir spielt ...


Natürlich habe ich auch eine schöne Decke im Wohnzimmer

Chill-time
Aber die zerre ich im Moment lieber durch's Zimmer.


Meine Mami hat ihr Büro vorübergehend aus dem Dachgeschoss ins Wohnzimmer verlegt, weil sie bei mir sein will, ich aber die Treppen noch nicht hinauf kann. Da habe ich auch meine Lieblingsplätzchen, um ganz nah bei ihr zu sein, wenn sie schreibt, während ich schlafe.

Seht Ihr mich?

"Spot the doggy!"
Hier bin ich - wenn auch unscharf. Aber meine Menschen wollen ja auch gar keinen scharfen Hund! Döffdääh!
"Gefunden!"
Oder ich lege mich direkt neben Mamis Arbeitsplatz zwischen die Eckbank und das Pflanzenregal, auf dem komischerweise nur ganz oben Pflanzen stehen.


Ich füüühl mich sooo wooohl!
So, das waren meine Lieblingsplätze auf meiner Etage. Ich hab es viel besser, als dieser kleine Kerl, der manchmal singt und manchmal aufgeregt herumflattert und mich aus großen kleinen Augen anstarrt, wenn ich vor seinem Tisch sitze und ihn betrachte. Mami nennt ihn Wellensittich. Und der darf nur in seinem Käfig sein. Ich hab keinen Käfig. Ich bin ein freier Hund, und das ist schön!

Alles Liebe

Euer Monty









Freitag, 19. Juli 2013

Monty, Mops und Pudelbisse

Heute muss ich mal was nicht ganz so Witziges erzählen. Ich habe mich zwar schon längst wieder beruhigt und es geht mir gut, aber meine Mami ist immer noch stinksauer und flucht seit gestern abend ständig leise vor sich hin.

Wie üblich habe ich gestern mit Mami meine Abendrunde gedreht. Dabei haben wir eine nette Mopsdame getroffen, die mit ihrem Frauchen gleich mit uns mitgegangen ist. Ich mag die kleine Mopsin gerne. Ich habe sie schon vor ein paar Tagen kennengelernt, als ich mit dem größeren jungen Herrchen spazieren war. Sie hat einen ganz besonderen Duft an sich und kann viel schneller rennen als ich. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sich ihre kurzen Beinchen nicht verknoten können, wenn sie Haken schlägt.

Jedenfalls sind wir zu viert einherspaziert, und die Mopsin und ich waren an der Leine, weil wir ein Stück an einer Strasse entlang gegangen sind. Ihr wisst schon, die mit den stinkenden, dröhnenden Blechkisten, die zwar nicht häufig kommen, aber man weiß ja nie, wann eine auftaucht.

Weiter unten an der Strasse kam uns ein Nachbarpudel entgegen. Den kannte ich noch nicht. Die Mopsin aber schon. Wir haben uns alle drei beschnüffelt, und erstmal sah es so aus, als ob wir uns gut verstehen würden.

Aber plötzlich fing der Pudel an, laut zu knurren und mich zu beissen!! Ich weiß nicht, was ich falsch gemacht habe. ich habe doch nur an ihm geschnuppert und wollte mit ihm spielen! Er hätte mich doch wissen lassen können, dass er das nicht möchte. Muss er mich dann gleich so zwicken und kneifen?




Das war gemein!


Meine Mami hat sich sehr erschreckt und hat versucht, mich an der Leine wegzuziehen und mit ihren Beinen zwischen mich und den anderen Hund zu kommen. Irgendwann hat er mich dann losgelassen und ich hab mich zitternd hinter Mami versteckt. Sie hat sich dann zu mir heruntergehockt und mich in den Arm genommen und geschaut, ob ich verletzt bin.

Die Pudelbesitzerin meinte dann, ihr Hund hätte so reagiert, weil ich an der Leine war ... Das hat weder meine Mami kapiert noch ich. Warum greift der mich an, wenn ich an der Leine bin? Und die Mopsin war doch auch an der Leine ...

Mami und ich wären sehr froh, wenn uns das irgendjemand mal bitte erklären könnte!

Wir sind dann mit der Mopsin und ihrem Frauchen weiterspaziert und Mami hat darüber geschimpft, dass die Pudelbesitzerin nicht mal einen Finger gerührt hat, um ihren Hund von mir wegzuholen. Sie stand einfach nur da, hat geguckt und gesagt meine Leine wäre schuld.

Naja. Ich wollte das so schnell wie möglich vergessen und habe lieber mit der Mopsin - ohne Leine - Fangen gespielt.

Es geht mir heute auch gut, ich kann mich gut bewegen und mir tut nichts weh. Ich mag jetzt gar nicht mehr daran denken. Aber meine Mami regt sich immer noch auf. Vielleicht geht es ihr besser, nachdem wir Euch das jetzt erzählt haben.

Aber ich hoffe doch sehr, dass wir diesem Pudel so schnell nicht wieder begegnen.

Euer Monty


Sonntag, 14. Juli 2013

Monty und die Autos



Ich mag sie nicht.



Von mir aus wäre damit alles gesagt. Aber meine neue Mami ist der Ansicht, man müsste das noch ein wenig mehr ausführen.

Also gut.


Autos von innen: Ich mag sie nicht.

Der Fußraum ist viel zu eng. Ich bin ja jetzt schon kein Chihuahua. Aber ich kann nur hoffen, dass meine Menschen sich eine andere Transportmethode ausdenken, wenn ich noch größer werde. Immerhin liegt in der Kammer auf meiner Etage eine Decke, die genauso aussieht wie meine Schlaf- und meine Spieldecke. Und als ich neugierig daran herumgeschnuppert habe, hat meine neue Mami etwas von "die ist für's Auto" und "Rücksitz" und "Brustgeschirr" und "Sicherheitsgurt" gesagt. Ich bin gespannt.

Es brummt und vibriert und wackelt. Vor allem meine Heimfahrt von meinen Züchtereltern zu meiner neuen Familie war widerlich. Das ging immer hin und her und hin und her und hin und her. Auch wenn meine neue Mami versucht hat, mich so gut es ging festzuhalten. Als ich ihr dann mein Frühstück auf den Schuh gespuckt hab, hat sie zu meinem neuen Papa gesagt, das wären diese Schwarzwaldserpentinen, und ihr sei auch schlecht geworden, als sie auf der Strecke mal hinten im Auto gesessen hat. Ich fand es lieb von ihnen, dass sie nicht geschimpft haben. Ich konnte doch auch nichts dafür.


Autos von außen: Ich mag sie nicht.

Sie stinken und dröhnen und stinken und knurren und stinken. Sie erschrecken mich, wenn sie an mir vorbeifahren. Und hab ich schon erwähnt, dass sie stinken?

Es passiert ja nicht sehr oft, dass Autos nahe an mir vorbeifahren. Hier auf dem Dorf, wo wir wohnen und spazieren gehen, fahren nicht so viele Autos. Und wenn, dann sind sie meistens sehr weit weg von mir. Aber unheimlich sind sie mir dann doch noch. Neulich wollte ich versuchen, eines zu fangen. Aber das hat meiner neuen Mami nicht gefallen. Sie hat mich gefragt, was ich damit machen wolle, wenn ich es erwischt hätte ... Darüber muss ich mal gründlich nachdenken.

Ganz schlimm war vor ein paar Tagen das riesige Monster, das uns auf einem Dorfspaziergang begegnet ist. Das hat noch gigantischeren Radau produziert, als die Autos, die ich kenne. Und Räder hatte das! Größer als alle meine Menschen! Am liebsten wäre ich davongelaufen. Aber meine neue Mami hat gesagt, diese Dinger würden mir noch öfter begegnen und ich sollte gleich lernen, dass die mir nichts tun. "Traktor" hat sie das Monster genannt.
Blöder Name.
Meine Züchtereltern haben eine Garage. Und die hat ein Tor. "Das schließt nicht richtig," hat meine Züchtermami Gabi mal gesagt.
Aber was, beim großen Cu Sith, ist ein Trak? Und wo ist da das Tor?

Wir waren auch schon zum ersten Mal in der Stadt. Nicht lange. Aber um dorthin zu kommen, wo nur Menschen herumlaufen, und keine Autos fahren, mussten wir über zwei Straßen drüber. Und ein paar Schritte an einer Straße entlang gehen. Das war gruselig. Immer diese stinkenden Blechdosen, die plötzlich an uns vorbeigedonnert sind ... Igitt!

Meine neue Mami sagt, ich muss mich an das Autofahren gewöhnen, auch wenn ich es nicht mag. Immerhin sind wir vor vier Tagen mit dem Auto zur Welpenspielstunde gefahren. Das war schön. Dummerweise bleibt danach immer noch die Heimfahrt.

Aber ... wenn Autofahren bedeutet, dass ich dann nicht alleine zu Hause bleiben muss, dann ist mir das jetzt doch noch lieber. Und meine neue Mami hätte das gerne. Also werde ich versuchen, mich an das Auto zu gewöhnen.

Aber mögen werde ich es trotzdem nicht!

Euer Monty

Donnerstag, 11. Juli 2013

Gestatten? Koch! Monty Koch!


So. Endlich komme ich dazu, meiner neuen Mami ein bisschen was in ihr komisches kleines Klapperdings zu diktieren. Was ich in den letzten Tagen so erlebt habe zum Beispiel. Meine neue Mami sagt nämlich, dass die Welt in Wirklichkeit viel größer ist, als alles, was ich bisher gesehen habe. Und dass es auf dieser Welt noch viel mehr Menschen gibt, als die, die ich bisher kennengelernt habe. Und von denen wollen angeblich welche wissen, wie es mir hier so ergeht. Na gut. Das erzähle ich gerne.

Also. Das bin ich.





Ich wurde am 5. April 2013 geboren und bin ein Golden Retriever. Eigentlich heiße ich Just for Fun of Golden Dream Team. Aber das wäre zu lang, wenn meine neue Mami, mein neuer Papa oder meine jungen Herrchen mich rufen wollen. Deshalb nennt mich jeder Monty. Schick, oder?

Ich habe jetzt schon die dritte Mami. Und den dritten Papa. Wie das kommt? Ist ganz einfach. Ich hatte natürlich meine echte Mami. Die heißt Emma und hat mich geboren und in den ersten Wochen wunderbar versorgt. Sie hat mir alles beigebracht, was ich als kleiner Hund fürs Erste wissen muss. Meinen echten Papa kenne ich leider nicht. Aber ich weiß, dass er Eliott heißt. Er ist auch der Papa meiner großen Schwester Lilli, die bei meiner Mami und meiner Omi wohnt und mir und meinen Geschwistern in den letzten Wochen auch viel beigebracht hat.

Ich habe übrigens acht Geschwister! Drei Schwestern und fünf Brüder. Eigentlich hatte ich noch ein sechstes Brüderchen. Aber das ist leider sofort über die Regenbogenbrücke gegangen.
Da war meine Züchtermami, die Gabi, furchtbar erschrocken und traurig. Meine echte Mami hat sich nicht weiter darum gekümmert. Aber das war normal. Sie musste ja uns andere versorgen.

Und dann ist da noch mein Züchterpapa, der Theo. Der war auch immer sehr lieb zu uns Kleinen und Großen. Ich glaube, meine neue Mami würde sagen, er hat eine ruhige Energie. Was immer das heißen soll. Das hat sie wohl in einem der vielen Bücher gelesen, die auf dem großen Tisch herum liegen, und die ich leider nicht zerkauen darf.

Jetzt lebe ich seit ein paar Tagen bei meiner neuen Mami, meinem neuen Papa und meinen jungen Herrchen. Der jüngere spielt gerne und viel mit mir. Der ältere geht oft mit mir spazieren. Aber noch nicht so weit, weil ich immer noch sehr schnell müde werde und mich dann bei jeder Gelegenheit in selbst dem kleinsten Schatten niederlasse.

Meine neue Familie hat ein Häuschen mit drei Etagen. Aber ich darf nur in die mittlere, weil auch zu viele Stufen noch nicht gut sind für meine weichen Gelenke. Deshalb steht ein langes, breites Brett vor der Treppe nach unten und oben. Da steigen meine neuen Menschen immer drüber. Aber ich darf das nicht. Dabei stört es mich doch sehr, wenn sie nach unten gehen und deshalb plötzlich hinter dem Brett verschwinden. Wenn sie nach oben gehen, kann ich immer noch beobachten, wie sie sich auflösen. Erst ist der Kopf weg, dann der Körper, zum Schluss die Beine und die Füße. Irgendwie bin ich dann sicher, dass sie auch wieder zu mir zurückkommen, sie wollen ja sicher ihre Füße, Beine, Körper und Köpfe wieder einsammeln! Alleine bleiben finde ich nämlich auch noch nicht so prickelnd, auch wenn das bisher immer nur ein paar Minuten waren.

Dann fange ich manchmal an, am Rattansofa im Wohnzimmer herumzuknabbern, weil meine Zähnchen so gut zwischen die Hölzchen passen, die so interessant riechen. Aber dann knurrt meine neue Mami mich an und verbietet es mir. Wo hat die nur knurren gelernt? Das imponiert mir schon sehr. Ob ihr das auch diese Bücher beigebracht haben? Warte nur. Irgendwann erwische ich eins davon. Dann schaue ich nach!

Es gäbe mittlerweile schon so viel zu erzählen nach diesen wenigen Tagen. Aber wie gesagt, ich werde noch schnell müde. Deshalb gibt es ein andermal mehr.

Ich möchte nur zu meiner Züchtermami Gabi und meinem Züchterpapa Theo noch was sagen:
Ich habe mich bei Euch immer sehr wohl gefühlt, weil Ihr Euch so toll um mich gekümmert habt, wie man es sich als kleiner, hilfloser Welpe nur wünschen kann. Ich bin Euch sehr dankbar für alles und weiß, dass Ihr mich immer geliebt habt und mich auch jetzt noch liebt, auch wenn ich nicht mehr bei Euch bin. Und ich weiß, dass Ihr unmöglich uns alle behalten könnt und uns deshalb an andere liebe Familien gebt.
Ich glaube, Ihr habt mir hier eine ganz tolle Familie ausgesucht. Die lieben mich nämlich auch. Das merke ich zum Beispiel jedesmal, wenn meine neue Mami mich anguckt. Oder mein neuer Papa mit mir spricht. Auch wenn ich kein Wort verstehe.
Ich freue mich ganz dolle drauf, Euch spätestens um meinen 1. Geburtstag herum wiederzusehen. Euch und meine Mama und meine Geschwister.

Euer Monty





Freitag, 14. Juni 2013

Was ist Freiheit?


    Ich zum Beispiel hatte heute die Freiheit, in einem kleinen, überwiegend katholischen 300-Seelen-Dorf in BaWü am helllichten Tag, erhobenen Hauptes und unbewaffnet die dreiundzwanzig Exemplare des evangelischen Gemeindebriefes austragen zu können. Und dabei zwischendurch noch ein nettes Schwätzle mit dem einen oder anderen Mitdörfler zu halten.

    Zuerst habe ich gejammert ob der Anstrengung, die das Aufsuchen der auf das ganze Dorf bergauf und bergab verteilten Briefkästen zwangsläufig mit sich bringen würde.
    Aber als mir nach ungefähr der Hälfte klar wurde, dass das, was ich da gerade tat, nicht eben unbedingt überall selbstverständlich ist - und auch hierzulande nicht immer war! -, wurde plötzlich jeder Schritt zum wahren Vergnügen.

Aus dem gleichen Grund gehe ich wählen. Weil ich es darf, ohne Angst zu haben! Weil ich nicht unbedingt muss, um keine Angst zu haben!

Ab und zu sollte man sich bewusst machen, wie gut wir es eigentlich haben. Und damit sind keine materiellen Dinge gemeint. Wir dürfen denken, sagen, glauben, was wir wollen. Zumindest theoretisch. Ich konnte es heute jedenfalls. Und diese Einsicht war wunderbar.

In diesem Sinne: ein schönes, freiheitliches Wochenende.

Wandering Aengus


P.S.: Wäre doch schön, wenn wir jetzt noch alle lieben dürften, wen wir wollen. Und all das nicht nur theoretisch ...







Freitag, 12. April 2013

Meat Eaters Live Longer

Just for the fun of it, I translated one of my very own short stories into English. This was triggered by a ... well ... rather religious question my first-born asked me one morning before rushing off to school, leaving me with that image in my brain!



Meat Eaters Live Longer

    "Oh, not fruit again!"
    "Yes, darling, but what else am I supposed to serve?"
    "How should I know? Just think of something!"
    Mumbling unintelligible words, the young man marched away, leaving his wife where she was, sitting in front of an assortment of delicious fruit, which she had arranged for their meal.
    She sighed and disappointedly gazed at the slices of pineapple she had carefully decorated with little cubes of kiwi and some cherries. Finally she stood up and strolled off into the opposite direction.
    Lately, her husband was always whingeing about the food. But she totally sympathised with him. She herself was getting sick and tired of this fruit diet they had been put on. The problem was, she had absolutely no idea what she was supposed to dish up instead for herself and her beloved.
    Lost in thoughts she dandered through the garden, when suddenly she realised that she had reached an area where she had never been before.
    'Oh dear, this is where we aren't supposed to …' she thought and was about to turn around, when she heard a voice close by.
    "Hey, sweetie."
    She stopped and looked around.
    "Yes, you, my sweetie pie," the voice spoke again.
    She folded her arms and replied: "Only one person is allowed to call me sweetie pie. And that's not you, for sure. Whoever you are."
    "Why don't you move a little closer, baby, and you will be able to see me."
    She rolled her eyes. "Baby? Now that does it!" Driven by curiosity, however, she took a few steps towards this magnificent tree, with its full fruits invitingly hanging from luscious green branches.
    "Do you know what this is?" the voice asked.
    "No. And I don't care. First of all I want to know who you are. Or else I'm out of here."
    "Look up, honey."
    She stepped up to the trunk and gazed into the sweet-smelling treetop. "Eeeek!" she screeched. "What on earth are YOU?"
    "That's irrelevant," the voice whispered, while its owner slowly moved down from the tree towards the woman. "It's way more interesting to talk about what I can do for you."
    "And what is it you can do for me?" the woman asked.
    "Do you see these fruits?"
    "I'm not blind, you know," she spat up into the tree.
    "These fruits," said the voice, whose owner was now level with the woman's face, "sweet and lush, juicy but firm and ambrosial. Just like you, my precious, with your voluptuous, round …"
    "HEY," the woman called out. "Hold your horses, will you? I better go and get my husband." She turned around and walked a few steps away from the tree.
    "Wait a second," the creature murmured from the lowest branch. "Don't you want to bring him a little something? A present? Something delicious?"
    The woman snorted. "Delicious? It's nothing but fruit again."
    "Yesss, but this is a special kind of fruit."
    "Oh really? I will tell you what's so special about it. It's POISONOUS!"
    "Yesss, I see. You have been told, that you shall not eat this fruit, because it is supposed to be poisonous, right?"
    The woman slowly returned to the tree. "That's … right. So?"
    "That's a liiieee. If you eat this, you will become extremely clever and receive extraordinary powers. And that is what they want to prevent at all costs!"
    "Oh, is that so?" Curiously the woman examined one of the fruits which hung pretty low.
    "Sssure. If you eat thissss fruit, you will become immortal!"
    The woman stepped closer, alternately looking at the fruit and the creature, dangling from the neighbouring branch.
    "So, what you're saying is, that when I eat this fruit, I will be immortal?"
    "But yessss, sssweetheart. Would I lie to you?"
    She gave a shrug. "Well, one of you must be lying in any case," she mumbled.
    "What'sss that you sssay?" the creature asked.
    "Oh, nothing. Tell me … have you eaten any of this fruit?"
    "Me, er ... no, why?"
    "Oh well, just asking," the woman replied and plucked the lowest-hanging fruit, which was heavy and firm in her hand. She lifted it to her nose, then she held it up in against the sunlight, beholding for a short while its glistening colour, then bringing it down fast and hard.

*****

    "Never underestimate a hungry human girl ... baby," Eve thought, while she slowly turned the slit and disemboweled carcass of the serpent
over the fire.
    "Adam!" she called, "dinner's almost ready!"


copyright 29.02.2012 (English version 12.04.2013) Esther Koch





Robert's question was, btw:

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"Why on earth didn't that Eve eat the serpent instead of the apple?"


Montag, 18. März 2013

Learning English with Lyrics: Old and Wise

Old and Wise erschien 1982 auf dem Album Eye in the Sky der britischen Progressive Rock-Musiker Alan Parsons Project.
Alan Parsons hatte seine produzierenden Finger bereits bei berühmten Alben wie Abbey Road von den Beatles und The Dark Side of the Moon von Pink Floyd im Spiel.
Parsons schrieb diesen Song zusammen mit dem Schotten und Project-Mitbegründer Eric Woolfson, dessen Stimme wir bei Songs wie Eye in the Sky, Don't Answer Me oder Time hören können, und der bereits am 2. Dezember 2009 verstarb.

Der 18. März 2013 wäre Woolfsons 68. Geburtstag gewesen. Happy birthday, Eric, and rest in peace, wherever you are.

Der Gesang bei Old and Wise stammt jedoch von Colin Blunstone, dem Mitbegründer und ehemaligen sowie auch späteren Sänger der britischen Rockband The Zombies.


Ein schönes Video mit lyrics finden wir hier und diese Seite hat den Text.



Alt und weise

Soweit mein Auge reicht
Kommen Schatten auf mich zu
Und gewidmet denen, die ich zurück ließ
Ich wollte, dass ihr wisst,
Ihr habt immer meine tiefsten Gedanken geteilt
Ihr werdet folgen, wo ich hingehe

Und oh,
Wenn ich alt und weise bin
Werden mir bittere Worte wenig bedeuten
Herbstwinde werden geradewegs durch mich hindurch wehen
Und eines Tages
Im Nebel der Zeit
Sollten sie mich fragen, ob ich dich kenne,
Würde ich lächeln und sagen, dass du ein Freund von mir warst
Und die Traurigkeit würde von meinen Augen fortgehoben
Oh, wenn ich alt und weise bin

Soweit mein Auge reicht
Umgeben mich Schatten
Und gewidmet denen, die ich zurück lasse
Ich möchte, dass ihr wisst,
Ihr habt immer meine dunkelsten Stunden geteilt
Ich werde euch vermissen, wenn ich gehe

Und oh,
Wenn ich alt und weise bin
Werden harte Worte, die mich einst schüttelten und schlugen,
Wie Herbstwinde geradewegs durch mich hindurch wehen
Und eines Tages
Im Nebel der Zeit
Wenn sie dich fragen, ob du mich kanntest
Erinnere dich daran, dass du ein Freund von mir warst
Wenn der letzte Vorhang
Vor meinen Augen fällt
Oh, wenn ich alt und weise bin

Soweit mein Auge reicht ...


Vocabulary:

As far as my eyes can see - wörtlich: So weit wie meine Augen sehen können

to leave - verlassen, zurücklassen (unregelmäßiges Verb: leave - left - left)

to share - teilen

heavy - (Diese Liste ist lang - und noch lange nicht vollständig - und entsprechend schwierig ist es in so einem Fall immer, die richtige Bedeutung zu finden. Lasst Euch aber von so etwas nicht entmutigen! Das ist halt Englisch!) schwer, heftig, stark [Regen, Akzent, etc.], hart (i.S.v. barsch, rau), bedeckt, mühsam, schwierig, bedeutsam, schwerwiegend, dick, schwül, bleiern [Schlaf, Augenlider usw.], streng, wuchtig, bedrückend, drückend, anspruchsvoll, anstrengend

to blow - (Hier müssen wir sogar ein und demselben Verb gleich zwei unterschiedliche Bedeutungen entlocken.) blasen, wehen, pusten, schnaufen; auslösen, fallen; schlagen; verjubeln, verprassen, verjubeln [Geld, Vermögen];
durchbrennen [Sicherung, Glühbirne]; sprengen; etw. vermasseln; verraten; etw. zerlegen (unregelmäßiges Verb: blow - blew - blown)

mist - Nebel, Dunst

I'd - kurz für "I would"

I'll - kurz für "I will"

to toss - werfen, hin- und herwerfen, schleudern, schütteln

curtain - Vorhang


Erklärung:
Die deutschen Übersetzungen der Songtexte in allen Kapiteln der Kategorie "Learning English with Lyrics" wurden nirgendwo kopiert, abgeschrieben oder sonstwie entlehnt, sondern von mir persönlich angefertigt.
Etwaige Ähnlichkeiten oder Übereinstimmungen mit bereits irgendwo in den Weiten des Internets vorhandenen Übersetzungen sind allerdings nicht rein zufällig, sondern rühren daher, dass es zwar rein theoretisch mehr oder weniger unendlich viele Möglichkeiten gibt, einen fremdsprachigen Text ins Deutsche zu übersetzen, aber nicht alle davon Sinn ergeben. Und im Falle einer Ähnlichkeit oder Übereinstimmung hat entweder der Inhaber der Seite mit der ähnlichen oder übereinstimmenden Übersetzung von mir abgeschrieben, oder wir waren uns einfach nur einig darüber, welches die beste Übersetzung ist.
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