Per Anhalter durch meine Galaxis - Gedanken und Geschichten nicht nur von dieser Welt

"The following statement is false:
The previous statement is true.
Welcome to our corner of the universe

Anonymous
Seefra Denizen
CY 10210"
(Andromeda: The Past is Prolix)

Montag, 18. März 2013

Learning English with Lyrics: Old and Wise

Old and Wise erschien 1982 auf dem Album Eye in the Sky der britischen Progressive Rock-Musiker Alan Parsons Project.
Alan Parsons hatte seine produzierenden Finger bereits bei berühmten Alben wie Abbey Road von den Beatles und The Dark Side of the Moon von Pink Floyd im Spiel.
Parsons schrieb diesen Song zusammen mit dem Schotten und Project-Mitbegründer Eric Woolfson, dessen Stimme wir bei Songs wie Eye in the Sky, Don't Answer Me oder Time hören können, und der bereits am 2. Dezember 2009 verstarb.

Der 18. März 2013 wäre Woolfsons 68. Geburtstag gewesen. Happy birthday, Eric, and rest in peace, wherever you are.

Der Gesang bei Old and Wise stammt jedoch von Colin Blunstone, dem Mitbegründer und ehemaligen sowie auch späteren Sänger der britischen Rockband The Zombies.


Ein schönes Video mit lyrics finden wir hier und diese Seite hat den Text.



Alt und weise

Soweit mein Auge reicht
Kommen Schatten auf mich zu
Und gewidmet denen, die ich zurück ließ
Ich wollte, dass ihr wisst,
Ihr habt immer meine tiefsten Gedanken geteilt
Ihr werdet folgen, wo ich hingehe

Und oh,
Wenn ich alt und weise bin
Werden mir bittere Worte wenig bedeuten
Herbstwinde werden geradewegs durch mich hindurch wehen
Und eines Tages
Im Nebel der Zeit
Sollten sie mich fragen, ob ich dich kenne,
Würde ich lächeln und sagen, dass du ein Freund von mir warst
Und die Traurigkeit würde von meinen Augen fortgehoben
Oh, wenn ich alt und weise bin

Soweit mein Auge reicht
Umgeben mich Schatten
Und gewidmet denen, die ich zurück lasse
Ich möchte, dass ihr wisst,
Ihr habt immer meine dunkelsten Stunden geteilt
Ich werde euch vermissen, wenn ich gehe

Und oh,
Wenn ich alt und weise bin
Werden harte Worte, die mich einst schüttelten und schlugen,
Wie Herbstwinde geradewegs durch mich hindurch wehen
Und eines Tages
Im Nebel der Zeit
Wenn sie dich fragen, ob du mich kanntest
Erinnere dich daran, dass du ein Freund von mir warst
Wenn der letzte Vorhang
Vor meinen Augen fällt
Oh, wenn ich alt und weise bin

Soweit mein Auge reicht ...


Vocabulary:

As far as my eyes can see - wörtlich: So weit wie meine Augen sehen können

to leave - verlassen, zurücklassen (unregelmäßiges Verb: leave - left - left)

to share - teilen

heavy - (Diese Liste ist lang - und noch lange nicht vollständig - und entsprechend schwierig ist es in so einem Fall immer, die richtige Bedeutung zu finden. Lasst Euch aber von so etwas nicht entmutigen! Das ist halt Englisch!) schwer, heftig, stark [Regen, Akzent, etc.], hart (i.S.v. barsch, rau), bedeckt, mühsam, schwierig, bedeutsam, schwerwiegend, dick, schwül, bleiern [Schlaf, Augenlider usw.], streng, wuchtig, bedrückend, drückend, anspruchsvoll, anstrengend

to blow - (Hier müssen wir sogar ein und demselben Verb gleich zwei unterschiedliche Bedeutungen entlocken.) blasen, wehen, pusten, schnaufen; auslösen, fallen; schlagen; verjubeln, verprassen, verjubeln [Geld, Vermögen];
durchbrennen [Sicherung, Glühbirne]; sprengen; etw. vermasseln; verraten; etw. zerlegen (unregelmäßiges Verb: blow - blew - blown)

mist - Nebel, Dunst

I'd - kurz für "I would"

I'll - kurz für "I will"

to toss - werfen, hin- und herwerfen, schleudern, schütteln

curtain - Vorhang


Erklärung:
Die deutschen Übersetzungen der Songtexte in allen Kapiteln der Kategorie "Learning English with Lyrics" wurden nirgendwo kopiert, abgeschrieben oder sonstwie entlehnt, sondern von mir persönlich angefertigt.
Etwaige Ähnlichkeiten oder Übereinstimmungen mit bereits irgendwo in den Weiten des Internets vorhandenen Übersetzungen sind allerdings nicht rein zufällig, sondern rühren daher, dass es zwar rein theoretisch mehr oder weniger unendlich viele Möglichkeiten gibt, einen fremdsprachigen Text ins Deutsche zu übersetzen, aber nicht alle davon Sinn ergeben. Und im Falle einer Ähnlichkeit oder Übereinstimmung hat entweder der Inhaber der Seite mit der ähnlichen oder übereinstimmenden Übersetzung von mir abgeschrieben, oder wir waren uns einfach nur einig darüber, welches die beste Übersetzung ist.
Von den Inhalten der Seiten, auf die die Links dieser Seite verweisen, distanziere ich mich ausdrücklich.

Sonntag, 3. März 2013

Häuslebau 10: Einweihung Teil 1 – Rezeptexperimente!



Waffeln mit Fruchtsauce

"Geil! Schokoladenwaffeln"

Ein solcher Ausruf erfreut natürlich das Mutterherz, wenn auch die Wortwahl möglicherweise etwas gewählter hätte sein können. Aber wer möchte da schon Spielverderber sein, wenn der Zweitgeborene sich endlich einmal wieder über dargereichte Speisen derart freut?

Der erste Einweihungsparty-Schub für das Koch'sche Anwesen steht an, und entsprechend möchte man die Gäste nicht nur mit dem Anblick des Hauses-Äußeren und -Inneren erfreuen. (Mal sehen, wen ich nächstes Wochenende zum Putzen verdonnere …) Auch in der Küche packt einen die Experimentierfreude.

Die fröhliche Schar der Arbeitskollegen meines Herrn Dr.-Ing. wird zum Kaffee erwartet. Und entgegen der Ansicht meines inneren Schweinehundes, ein gekaufter Folienkuchen würde doch seinen Zweck erfüllen, möchte ich gerne selber etwas produzieren.

Aus den Tiefen einer Schublade erreichen mich die verzweifelten Rufe meines Waffeleisens. Vermutlich hat es sich wieder mit dem Sandwichtoaster, mit welchem es sich besagten Schub teilt, über die Sinnhaftigkeit der Thesen des nal shadaanischen Philosophen Thoranek Ek'lan gestritten.

Oder so.

Jedenfalls beschließe ich, seinen Rufen Gehör zu schenken und seine Dienste für die Einweihungsfeier-Rezept-Experimente in Anspruch zu nehmen.


Vanille-Schoko-Waffelteig

Folgende Zutaten sollen den Teig darstellen:

100 g Butter
100 g Zucker
1 Tüte Vanillinzucker
1 Prise Salz
3 Eier
¼ l Milch
250 g Mehl
1 EL Backkakao (später!!!)
Und, wenn vom Hersteller verlangt, etwas Öl für die Massage des Waffeleisens.

Die Butter wird geschlagen und dann um Zucker, Vanillinzucker und Salz ergänzt. Wenn daraus eine krümelige Matschepampe entstanden ist, kommen die Eier dazu.
Jetzt abwechselnd Milch und Mehl dazugeben und so lange rühren, bis ein gleichmäßig halbflüssiger, klumpenfreier Teig entstanden ist.



Nun darf mit dem Waffeln-Backen begonnen werden. Am besten lässt man die gebackenen Waffeln auf einem Kuchengitter auskühlen (wenn man den Nachwuchs lange genug auf Abstand halten kann). Dann haben sie die größte Chance knusprig zu bleiben.

Sobald ungefähr die Hälfte des Teiges verbacken ist, kann man den Kakao unterrühren und Schokoladenwaffeln entstehen lassen.

Aus dieser Menge entstanden popelige vier helle und drei dunkle Waffeln. Das bedeutet also eine Vervielfachung der Menge für die Produktion am nächsten Wochenende!


Apfelsauce

Natürlich sind Waffeln an sich schon etwas Schönes. Aber auch in gewisser Weise Langweiliges. Deshalb wollte ich gerne ein paar süße Saucen dazu reichen.
Ich gebe zu, die Vanillesauce werde ich fertig kaufen. *räusper*

Dann sollte es noch eine Fruchtsauce sein. Am besten eine lecker-leichte und frische Erdbeersauce …
Da mich die Experimentierlust natürlich unbedingt am Sonntag packen musste, und sich zur Zeit selbstverständlich keinerlei auch nur annähernd an Erdbeeren erinnerndes Obst in unserem Haus befindet, greife ich zu Äpfeln.
Ist ja so was Ähnliches.
Obst halt.

2 Äpfel (je nach Belieben – oder eben Vorhandensein – süße oder säuerliche)
werden geschält, entkernt und kleingeschnitten ...



... und anschließend mit
2 EL Zucker
1 Tüte Vanillinzucker und
1 halben TL Zimt bei mittlerer Hitze zu Kompott gekocht. Ab und zu rühren nicht vergessen!


Wenn die Äpfel weich gekocht sind, werden sie püriert. 
 

Damit kann die Sauce im Prinzip schon fertig sein und zu den Waffeln serviert werden.
Wer seine Apfelsauce allerdings lieber noch sauciger mag und nicht so breiig, wie sie in diesem Fall ist, der kann den Topf dann nochmal auf kleine Hitze stellen und ein bisschen Apfelsaft oder Weißwein oder Rum hineinrühren. Aber vorsichtig, denn die Sauce soll ja nur saucig werden. Nicht suppig!

Guten Appetit!

Samstag, 16. Februar 2013

Learning English with Lyrics: So Far Away

Der Song So Far Away der amerikanischen Heavy Metal Band Avenged Sevenfold wurde von Synyster Gates geschrieben und erschien im Jahre 2010 auf ihrem Album Nightmare und ein Jahr darauf als Single-Auskopplung.
Er entstand als Tribut an den am 28. Dezember 2009 im Alter von 28 Jahren verstorbenen Drummer der Band James Owen Sullivan, besser bekannt als The Reverend Tholomew Plague, oder einfach The Rev.

Und in der Tat, mit diesem Wissen im Hinterkopf treibt einem dieser poetische Text die Tränen in die Augen. Jedes Wort scheint sorgfältig gewählt und verfehlt seine Wirkung nicht.

Dies ist das Originalvideo.

Hier findet sich die Textversion, die ich mir von einem Besitzer der Scheibe inklusive Text habe als die richtige bestätigen lassen (Danke, Metal-God Wolfgang!). Lediglich in der fünften Zeile fehlt hier ein Buchstabe, wo es heißen müsste "Lived a life so endlessly", nicht "Live". Aber nach langer Suche auf vielen Seiten war dies trotzdem noch die allerähnlichste.

Dieses Lyrics-Video unterscheidet sich leider an einigen Stellen von der korrekten Version.




Avenged Sevenfold bedeutet übrigens "siebenfach gerächt"!


So weit weg

Hattest niemals um irgendetwas Angst
Niemals beschämt, aber niemals frei
Ein Licht, das ein gebrochenes Herz heilte
Mit allem, was ihm möglich war

Lebtest ein Leben auf so endlose Weise
Schautest über das hinaus, was andere sehen
Ich versuchte, dein gebrochenes Herz zu heilen
Mit allem, was mir möglich war
Wirst du bleiben?
Wirst du für immer fort bleiben?

Wie lebe ich ohne diejenigen, die ich liebe?
Die Zeit blättert immer noch die Seiten des von ihr verbrannten Buches um
Ort und Zeit immer in meinen Gedanken
Ich habe so viel zu sagen, aber du bist so weit weg

Pläne, was unsere Zukunft wohl bereit hält
Törichte Lügen über das Altwerden
Es sieht aus, als seien wir unbesiegbar
Die Wahrheit ist so kalt

Ein letztes Lied, ein letzter Wunsch
Ein perfektes Kapitel, zur letzten Ruhe gebettet
Ab und zu versuche ich,
einen Platz in meinen Gedanken zu finden
Wo du bleiben kannst
Wo du für immer wach bleiben kannst

Wie lebe ich ohne diejenigen, die ich liebe?
Die Zeit blättert immer noch die Seiten des von ihr verbrannten Buches um
Ort und Zeit immer in meinen Gedanken
Ich habe so viel zu sagen, aber du bist so weit weg

Schlaf gut, ich fürchte mich nicht
Diejenigen, die wir lieben, sind hier bei mir
Halt einen Platz für mich frei,
Denn sobald ich fertig bin, mache ich mich auf den Weg,
um ewig zu leben

Wie lebe ich ohne diejenigen, die ich liebe?
Die Zeit blättert immer noch die Seiten des von ihr verbrannten Buches um
Ort und Zeit immer in meinen Gedanken
Und das Licht, das du zurückgelassen hast, bleibt erhalten, aber es ist so schwer, zu bleiben
Während ich so viel zu sagen habe und du so weit weg bist
Ich habe so viel zu sagen, aber du bist so weit weg

Ich liebe dich, du warst bereit
Der Schmerz ist stark und das Verlangen wird immer größer
Aber ich werde dich sehen, wenn es mich lässt
Dein Schmerz ist fort, deine Hände befreit

So weit weg (so nah)
Ich möchte, dass du das weißt
So weit weg (so nah)
Ich möchte, dass du, möchte, dass du das weißt




Vocabulary:

to fear for so./sth. - um jmdn./etw. Angst haben, sich um jmdn./etw. Sorgen machen
beyond - darüber hinaus, außerhalb, jenseits  Präp.  +Gen.   
the book it's burned = kurz für: the book it HAS burned!!)
invincible - unbesiegbar
final - endgültig, letzte(-r/-s), abschließend, Schluss-, End-, final
last - letzte(-r/-s), zuletzt, vorig
to lay away sth. - etw. aufbewahren, (für die Zukunft) beiseite od. auf die Seite legen (unregelmäßiges Verb: lay - laid - laid)
to leave - verlassen, zurücklassen, hinterlassen (unregelmäßiges Verb: leave - left - left)
to remain - zurück bleiben, übrig bleiben
ready - bereit
pain - Schmerz
to rise - ansteigen, aufsteigen, anwachsen  (unregelmäßiges Verb: rise - rose - risen)
urge - Verlangen, Drang, Trieb, Antrieb (innerer)
to untie - aufbinden, aufknoten, losbinden
to need - brauchen, benötigen (Ich habe ein "möchte" daraus gemacht, weil es sonst etwas merkwürdig geklungen hätte. "Es ist mir wichtig" wäre auch noch eine Idee gewesen.)




Erklärung:
Die deutschen Übersetzungen der Songtexte in allen Kapiteln der Kategorie "Learning English with Lyrics" wurden nirgendwo kopiert, abgeschrieben oder sonstwie entlehnt, sondern von mir persönlich angefertigt.
Etwaige Ähnlichkeiten oder Übereinstimmungen mit bereits irgendwo in den Weiten des Internets vorhandenen Übersetzungen sind allerdings nicht rein zufällig, sondern rühren daher, dass es zwar rein theoretisch mehr oder weniger unendlich viele Möglichkeiten gibt, einen fremdsprachigen Text ins Deutsche zu übersetzen, aber nicht alle davon Sinn ergeben. Und im Falle einer Ähnlichkeit oder Übereinstimmung hat entweder der Inhaber der Seite mit der ähnlichen oder übereinstimmenden Übersetzung von mir abgeschrieben, oder wir waren uns einfach nur einig darüber, welches die beste Übersetzung ist.
Von den Inhalten der Seiten, auf die die Links dieser Seite verweisen, distanziere ich mich ausdrücklich.

Freitag, 8. Februar 2013

The Next Big Thing Blog Hop


The Next Big Thing Blog Hop ist eine Möglichkeit für Autoren auf der ganzen Welt, ihr aktuelles Projekt vorzustellen. Man beantwortet 10 Fragen dazu und erwähnt die Person, von der man zu dieser Aktion eingeladen wurde. Am Schluss reicht man den Stab an bis zu 5 weitere Autoren und/oder Autorinnen weiter.

Meine Einladung erhielt ich von Dr. Carmen Sylvia Bauer. Ein ganz herzliches Dankeschön dafür.

Hier sind die 10 Fragen und meine Antworten:


Was ist der Arbeitstitel Ihres Buches?

Der Arbeitstitel - aber wirklich nur der Arbeitstitel! - lautet "Schweres Erbe". Der gefällt mir nur leider überhaupt noch nicht.


Woher kam die Idee für das Buch?

Die habe ich von einer Freundin.
Ich hatte gerade wieder einen Kurzkrimi beendet und war dabei, mich genüsslich in dem kleinen Loch zu suhlen, in welches ich anschließend meistens plumpse, bis mich wieder eine Idee von unerwarteter Seite anspringt. Aber sie schleuderte mir am Telefon ein paar Stichworte um die Ohren und sagte: "Da machste jetzt mal einen Krimi draus!" Nur dumm, dass es nicht wirklich einer geworden ist. Und schon gar kein kurzer.


Unter welches Genre fällt Ihr Buch?
Wenn sich nicht mehr viel daran ändert, wird es eine Art Familienroman, in dem mehrere Generationen ihre mehr oder weniger intriganten, manipulativen aber auch vom Schicksal geschlagenen Finger drin haben.


Wie lautet die Ein-Satz-Zusammenfassung Ihres Buches?
Die Vergangenheit holt uns am liebsten dann und besonders heftig ein, wenn wir es am wenigsten erwarten.


Welche Schauspieler sollten Ihre Charaktere in einer Filmumsetzung spielen?

Ich gebe zu, das ist meine Lieblingsfrage. Und wenn Jeamy Lee schon in die Luc Besson/Quentin Tarantino-Kiste greifen will, dann brauche ich mich auch nicht zurückhalten:

Felix: Adrien Brody
Christian: Matthew McConaughey
Carla: Gwyneth Paltrow
Charlotte: Blythe Danner
Gisela: Julie Walters
Erich: Alan Rickman
Helene: Phyllida Law


Werden Sie Ihr Buch selbst verlegen oder wird es vertreten durch einen Agenten?

Sagen wir einmal so: Ich habe (noch) keinen Agenten! Und The NEXT Big Thing ist als Titel für diese Aktion in meinem Fall auch nicht ganz akkurat. Es müsste eher heißen The FIRST Big Thing.
Ich bin noch offen für alles, aber vermutlich werde ich die Ärmel hochkrempeln und das selber machen.


Welche anderen Bücher würden Sie mit Ihrem Genre vergleichen?

Vergleichen ist immer gefährlich. Deshalb lasse ich das lieber. (Wobei der wahre Grund natürlich ist, dass mir dazu nichts Entsprechendes einfällt. Deshalb auch nur "eine Art" Familienroman. Das werden keine Buddenbrooks II!)


Was sonst könnte das Interesse des Lesers für Ihr Buch wecken?

Idealerweise die Verfilmung durch Vincenzo Natali. Aber dafür ist es wohl gegenwärtig noch nicht "vertwisted" genug.


Wie lange haben Sie gebraucht, um den ersten Entwurf Ihres Manuskriptes zu schreiben?

Genau einen Monat.


Möchten Sie andere Autoren für das Interview nominieren?

Aber gerne doch. Ich reiche den Stab weiter an:

Rebecca Haertel
Bruder Lustig
Christian Bass
Gabriele Beate Hefele


Freitag, 1. Februar 2013

Häuslebau 9: Vorher ... Nachher

Na, DAS nenne ich doch mal ein nettes Before and After, oder?







Und mein zinkeingerahmter Arbeitsbereich unter dem Dach wird tatsächlich so bleiben ... etwas gewöhnungsbedürftig.

Die Baugerüststapel, die auf dem unteren Bild noch liegen, sind mittlerweile auch fort.

Die nächste Vorher-Nachher-Serie trägt dann den Titel: Mondlandschaft - Garten (oder so was wie ...)


Dienstag, 22. Januar 2013

Die pavianarschfarbene Majuskel – Teil 6: Na und?

Lust auf die ganze Geschichte? Bitteschön: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5.


    Und was soll das Ganze? Haben wir was daraus gelernt? Haben wir's nicht doch irgendwie überlebt? Gibt's nicht genügend Menschen, denen es schlechter geht?
    Sicher. Wir hätten eher dankbar sein sollen, dass unsere Bleibe rechtzeitig vor Weihnachten – wie versprochen und gehalten – fertig geworden ist. Dass das Dach dicht ist und die Heizung funktioniert. Dass die Gipser das Haus nicht lila verputzt, sondern mit dem gewünschten Farbton versehen haben. (Ja, der war tatsächlich so gewünscht. Foto hier!) Dass der Familienvater eine Arbeit und wir Futter haben. Und Strom. Und Wasser. Fließendes! Sauberes!
    Man merkt in unserer Wohlstandsgesellschaft erst, was man hat, wenn es weg ist, schätze ich.
    Sicher habe ich tatsächlich den einen oder anderen Auftrag eingebüßt, weil ich nicht auf den üblichen Wegen erreichbar war. Ärgerlich. Umblättern und weiter geht’s.
    Auch war ich froh, dass ich meinen Unterricht schon Ewigkeiten im Voraus vorbereitet hatte. Nicht weil ich dachte, dass sich das mit der Internetlosigkeit dermaßen hinzieht, sondern weil ich mir des Umzugs wegen Freiraum schaffen wollte.
    Natürlich brauche ich zur Unterrichtsvorbereitung kein Internet. Im Grunde. Das geht schon auch ohne.
    Aber mit ist es bequemer. Einfacher. Schneller.
    Das Problem ist aber, dass das Argument "Früher ging's auch ohne Telefon und Internet" aus dem Grunde zwar prinzipiell nicht falsch, aber doch in gewisser Weise wertlos ist, weil heutzutage alle Welt erwartet, dass man Telefon und Internet besitzt.
    Und wenn nicht? Dann ist man lahm gelegt. Der eine Sohn kann seine Hausaufgaben für den Musikunterricht nicht machen, weil die mittlerweile per Computer aufgenommen und per Sound-Datei-Anhang an den Lehrer geschickt werden, der andere muss zusehen, wo er die aktuellsten Zahlen der Bevölkerungsentwicklung in Usbekistan herbekommt.
    Wenn in der Schule etwas passiert, kann man nicht informiert werden, weil in unserem besonderen Fall auch noch das Handynetz so gut wie nicht-existent ist.
    Die Weihnachtsgeschenke hatte ich zum Glück schon besorgt, sonst hätte ich mir – Himmel hilf – da auch noch etwas einfallen lassen müssen. Von den regelmäßigen Besuchen auf der Bank und den Schreibkrämpfen vom Ausfüllen der papierernen Überweisungsträger ganz zu schweigen.
    Die Leidensfähigkeit lässt ganz schön nach ...

    So, nun bin ich das auch alles losgeworden. Ich hoffe, ich kann das in einer kleinen Weile ganz entspannt noch einmal lesen und dann herzlich darüber lachen.
    Oder es kann jemandem helfen, der in der gleichen Situation ist – und ich weiß, gerade in diesem Moment IST jemand in der gleichen Situation! - und ihm sagen: Wir haben sie überlebt, die telekommunikationslose Zeit, und es gibt ihn wirklich, den Techniker mit der pavianarschfarbenen Majuskel!

    Irgendwo da draußen ...


* * * * * * * * *

    Vielen Dank an Antonio Carlos Jobim für die Pausenmusik und an Dieter Hallervorden für die Namen der Mitarbeiter des Konzerns mit der … na, Ihr wisst schon!

    Danke an meine drei Mitstreiter und Mitausharrer. Wir haben's geschafft, und am Abend gab es tatsächlich 'ne Flasche Schampus!

    Mein besonderer Dank gilt aber allen, bei denen ich mich seit Mitte November ausgejammert habe.

    Vor allem so gut wie jedem in unserem Dörfchen möchte ich danken für die Geduld und das Durchhaltevermögen, meine Gegenwart trotz meiner nicht gerade guten Laune und der andauernd im Hintergrund schwelenden Anspannung ertragen zu haben. Ich weiß, ich hätte wirklich zeitweise ein etwas erträglicherer Zeitgenosse sein können. Ich hab's zumindest versucht.
    Ich verspreche: Bei den nächsten Adventsfenstern bin ich besser drauf!

    Danke für Eure eigenen Erfahrungsgeschichten und -geschichtchen, die mich davor bewahrt haben, im Verfolgungswahn zu versinken.
    Ich war also zu keinem Zeitpunkt ein Einzelfall! "Sie" waren nicht wirklich hinter mir her!

    Danke für die Tipps und Visitenkärtchen, die Telefonnummern, hinter denen sich möglicherweise hilfreichere Geister verbergen könnten als bei der Hotline des Horrors.

    Danke für die in unserem Namen abgeschickten E-Mails und das Gefühl, dass wir nie alleine waren.

    Und ein großes Dankeschön an unseren Ortsvorsteher, der sich mit uns in die Windmühlenflügel gehängt hat.

    Wir sind endlich zu Hause!


Copyright alle 6 Teile Esther Koch 17.01.2013

Montag, 21. Januar 2013

Die pavianarschfarbene Majuskel – Teil 5: Als ob es das schon gewesen wäre ...

Kein Anschluss unter dieser Nummer? Doch, mit der Vorwahl: Teil 1, Teil 2, Teil 3 und Teil 4!)

    Dummerweise stellte sich im Laufe der weiteren Stunden heraus, dass zwar das Telefon schon, das Internet aber noch längst nicht tat, was es sollte, nämlich uns Zugang gewähren.

    Wir harrten den restlichen Tag aus in der Hoffnung, dass auch das möglicherweise noch freigeschaltet werden müsste.
    Am Abend begannen wir sicherheitshalber aufs Neue unseren gewohnten Hotline-Spießrutenlauf.

    Immerhin landeten wir jetzt schneller bei der Technik selbst, anstatt wie früher stundenlang mit irgendwelchen Vertrieblingen diskutieren zu müssen. Das geschah zwar nicht mehr am selben Abend, weil die Technik täglich irgendwann im wohlverdienten Feierabend verschwindet, aber am nächsten Morgen noch vor 9 Uhr erreichte mich ein Anruf mit der Frage, ob das Problem denn noch bestehe.
    Selbstverständlich tat es das, also werde man die Leitungen prüfen und sich dann wieder melden.
    Um 11 läutete das Telefon – immer noch ein Geräusch, an das wir uns heute noch wieder zu gewöhnen versuchen.
    Allerdings handelte es sich nicht um die Technikabteilung, sondern um ein Umfrage-Unternehmen.

    Das war einer dieser Momente, in denen man sich fragt, ob man eventuell im falschen Film sitzt. Eine Telefonnummer, die noch keine 24 Stunden alt ist, und schon hat man die Umfrage-Fritzen dran, die einem Wein oder Immobilien andrehen wollen.
    Falsch gedacht!
    Viel besser!
    Der Anrufer erklärte, er führe eine Umfrage durch … im Auftrag der Pavianmajuskel! Er wolle wissen, wie zufrieden ich mit den Leistungen des gestern bei uns gewesenen Technikers sei …
    Daraufhin fragte ich nicht mehr mich, sondern ihn, ob ich im falschen Film säße.
    In Anbetracht der Tatsache, dass das Internet noch nicht funktioniere, obwohl es das eigentlich sollte, gab ich unserem Technikbesuch, sagen wir, nicht gerade die Bestnote, wollte ihn aber nicht komplett in den Boden stampfen, denn erstens war er immerhin mal aufgetaucht, und zweitens konnte ich ja noch gar nicht sagen, ob er überhaupt die Schuld an besagter Nicht-Funktion trug.

    Kurz nach Mittag gab ich dem Drängen meines Erstgeborenen nach, doch selbst noch einmal bei den Herrschaften nachzuhaken, wo es denn hänge.

    Leute, hört öfter mal auf Eure Kinder! Denn ich erfuhr, dass tatsächlich noch gar nichts bezüglich unserer Angelegenheit unternommen worden war! Wer weiß, wie viel Zeit wir diesmal in der Warteschleife gefristet hätten...

    Man prüfte und stellte fest, es liege eine Sperre auf unserem Anschluss, welcher Art diese auch immer sein möge.
    Daher leitete man mich weiter an die Person, mit der ich daraufhin das angenehmste Gespräch der vorausgegangenen zwei Monate führte.
    Dieser Herr - nennen wir ihn Hahn (Name von der Redaktion geändert!) - sprach mit mir insgesamt anderthalb Stunden, mit Unterbrechungen, in denen er nach den zwei Routern googelte, die wir besitzen, was wir selbst ja bekanntermaßen nicht tun konnten, und von denen der Techniker des Vortages behauptet hatte, wir könnten sie hundertprozentig benutzen.
    Bei dem einen hatte er schließlich Recht gehabt, beim anderen lag er komplett falsch, was bei Herrn Hahn zu ebenso viel Kopfschütteln führte (stelle ich mir zumindest vor, ich konnte ihn ja nicht sehen – ohne Internet kein Facetime …) wie die Tatsache, dass Herr Vortagstechniker uns verlassen hatte, ohne den DSL-Anschluss zu testen, was er, nach Aussage von Herrn Hahn eigentlich sogar explizit in meinem Beisein hätte machen müssen.
    Ich beschrieb anschließend Herrn Hahn die gesamte durchgeführte Installation inklusive weißer Kabel mit verschiedenartig schwarzgestrichelten roten Adern und fühlte mich wie bei einer per Funk angeleiteten Bombenentschärfung.
    "Den roten Draht oder den roten? Oder eher den roten?"

    Schließlich hatte er dann aus der Ferne alles getan, was zu tun möglich war, und es blieb ihm nichts übrig, als mir für den Freitag einen weiteren Technikerbesuch zu versprechen.
    Nebenbei erwähnte er noch, dass wir für ein paar Euro mehr im Monat ein Tarifpaket buchen könnten, bei welchem wir nicht nur Service innerhalb von 8 anstatt 24 Stunden erwarten dürften, sondern auch einen Anspruch auf Schadenersatz hätten, falls mir mal wieder durch Pavianarschschlamperei ein Auftrag über mehrere hundert Euro durch die Lappen gehen sollte.

    Da stellt sich mir die Frage, warum das vorher noch niemand erwähnt hatte, zum Beispiel als ich darauf hinwies, dass ich finanzielle Verluste machen würde, wenn die Sache nicht schnell erledigt würde. (Leider blieb das keine hysterische Schwarzmalerei meinerseits, sondern ist tatsächlich eingetreten.)     Warum nur wurde mir das verschwiegen? Ich frage mich wirklich ...

    Erneut bat ich darum, dass wir nicht über das Handy, sondern per endlich vorhandener Festnetznummer angerufen würden, falls der Techniker am Freitag wieder den Drang verspüren sollte, sich telefonisch anmelden zu wollen, bedankte und verabschiedete mich vom freundlichen und kompetenten Herrn Hahn. Möge die Macht auch weiterhin mit ihm sein!

    Den Rest mache ich kurz: Den angekündigten Techniker bekamen wir nie zu Gesicht!

    Das war aber nicht weiter schlimm. Wir erhielten mehrere (Festnetz-)Anrufe von ihm, zwischen denen er die Sache von auswärts in Ordnung brachte.
    Ergo wurden wir am Freitag, den 11. Jänner 2013, um die elfte Stunde (döffdääh!), zwei Monate und zwei Tage nach unserem unschuldigen Umzugsauftrag beim Konzern mit der pavianarschfarbenen Majuskel, wieder komplett Teil der virtuellen Welt.

    Meinen Erstgeborenen habe ich seitdem nicht mehr gesehen.



*Fazit folgt hier*