Per Anhalter durch meine Galaxis - Gedanken und Geschichten nicht nur von dieser Welt

"The following statement is false:
The previous statement is true.
Welcome to our corner of the universe

Anonymous
Seefra Denizen
CY 10210"
(Andromeda: The Past is Prolix)

Donnerstag, 23. Februar 2012

Ein Baguette-Rezept

... das nicht von mir stammt, welches ich aber wärmstens weiterempfehlen möchte. Es ist einfach, bedarf weniger Zutaten (Mehl, Hefe, Wasser, Salz, aweng Zucker) und schmeckt lecker.
Das komplette Rezept findet Ihr auf Carolas "Hausfrauenseite" bei den Rezepten: http://www.hausfrauenseite.de/rezepte/brot/baguette.html

Nur einige Anmerkungen von mir als Testbäckerin. Ich habe den halben Liter Wasser tatsächlich nicht komplett gebraucht, wie es ja auch im Rezept angedeutet wird. Überhaupt habe ich mich an die dortigen An- und Vorgaben gehalten. Lediglich bei der Temperatur bin ich mit meinem Umluftofen auf 180°C heruntergegangen und habe ein Päckchen Trockenbackhefe an Stelle der frischen verwendet.

Allerdings steht im Rezept, man solle den Teig dritteln. Um etwaigen Kommentaren meines Lieblings-Köln-Bewohners nach einem Blick auf die Fotos zu entgehen, sage ich gleich, jaaaa, ich habe den Teig nicht gedrittelt, sondern geviertelt, weil meine Auswellunterlage zu klein ist.

Schlusswort: Die vier kleinen fertigen Baguettes haben keine 20 Minuten außerhalb des Ofens überstanden!

Erst krümelig...



dann geschmeidig ...



dann in Form gebracht ....



schließlich leicht formverändert aber knusprig und lecker.

Sonntag, 19. Februar 2012

Sonntags-Pausen-Krimi 2: Copyright

Copyright

Wutentbrannt warf Erwin das Magazin von sich. Das konnte doch nicht wahr sein! Das war SEIN Artikel. Wort für Wort, Erkenntnis für Erkenntnis. Nur der Name des Autors war nicht der seine!
Aber der Name war Erwin nur zu gut bekannt. Schließlich arbeitete er jeden Tag mit diesem Menschen zusammen. In einem renommierten privaten Forschungsinstitut. Sehr seriös. Erwin musste lachen.
Dr. Stephan Weillheimer, Leiter des neugegründeten Forschungsbereiches. Eigentlich hätte Erwin diese Position bekommen müssen, wäre man nach wissenschaftlicher Leistung und Dienstalter gegangen. Aber er hatte sich schon daran gewöhnt, dass das bei ihnen offensichtlich etwas anders lief. Allerdings, so unverfroren war dieser Kerl noch nie vorgegangen. Einen ganzen Artikel zu stehlen war schon sehr dreist.
Erwin hob die Fachzeitschrift auf, die nun leicht deformiert und zerknickt war. Er blätterte noch einmal auf die Seite mit dem Titel seiner Forschungsarbeit und dem Namen seines, ja, nun konnte man wirklich sagen: Erzfeindes. Denn jetzt war dieser Weillheimer zu weit gegangen.
Erwin war so stolz gewesen, endlich den Durchbruch geschafft zu haben. Endlich hatte er herausgefunden, wo die ganze Zeit sein Denkfehler bei diesem speziellen Problem gelegen hatte. Mitten in der Nacht war er hochgeschreckt und hatte alles ganz klar vor sich gesehen. Er war sofort aufgestanden und ins Institut gefahren, zu dem er als Gruppenleiter ständig Zutritt hatte.
Er hatte seine nächtliche Idee durchgerechnet und in die bisherigen Ergebnisse eingefügt. Nun passte alles! Erwin hatte einige Stunden später in seinem Rechner alles zusammengefasst, abgespeichert und das Gebäude verlassen, um sich ein ordentliches Frühstück zu gönnen. Als er zurückkam, war er Weillheimer auf dem Gang vor seinem Büro begegnet ...
Und nun stand er da, mit der Zeitschrift in der Hand, die SEINE Ergebnisse detailliert darstellte, während dieser Weillheimer die Lorbeeren bei den Gesellschaftern dafür einheimsen würde.
Erwins Blick fiel auf eine jener Formeln, die wie ein schöner Traum nachts in seinem Kopf aufgetaucht waren. Diese eine Formel ließ ihn nun stutzig werden. Es beschlich ihn das wohlbekannte Gefühl, das ihn immer dann nicht losließ, wenn er sich mit einem dieser hartnäckigen Denkfehler herumschlug.
Plötzlich sah er es. Erwin rannte los und stieß die Tür zu seinem kleinen Arbeitszimmer auf. Er kickte den Stuhl von seinem Schreibtisch fort und hackte im Stehen auf die Tastatur des Computers ein. Während er auf dem Bildschirm die komplizierten Abläufe verfolgte, die gerade im Inneren des Rechners vor sich gingen, richtete er sich auf. Schließlich zeigte der Monitor nur noch eine einzige Darstellung.
Über Erwins Rücken liefen abwechselnd heiße und kalte Schauer. Ein breites Grinsen wuchs auf seinem Gesicht. "Hoppla, Herr Dr. Weillheimer. Da ist Ihnen wohl ein klitzekleiner Fehler unterlaufen. Es wird mir ein Vergnügen sein, Sie morgen auf der Gesellschafterversammlung ausführlich darauf hinzuweisen. Aber erst nachdem Sie … Ihren … Artikel vorgestellt haben."


Copyright Esther Koch 06.02.2011

Mittwoch, 15. Februar 2012

Rezension: Migräne ist ein doofer Kopfmann von Kirsten Wendt


Verständnis für ein chronisches Leiden

Wir sind uns eigentlich recht ähnlich, Frau Wendt und ich. Zwei Kinder, die Chauffeurdienste benötigen und gefüttert und unterhalten werden wollen. Ein Ehemann, der für das "nur um sich selbst kümmern Müssen" regelmäßig von uns beneidet wird. Ein Haushalt, der sich nicht von selbst schmeisst. Ein Ex-Job ... Nur "fehlt" mir die Migräne.

Beim Lesen von Kirsten Wendts Erzählung vergeht mir dann doch das Jammern über meine eigenen Alltagszipperlein. Dank der anschaulichen und nachfühlbaren Schilderungen kann ich mir annähernd ausmalen, wie gut es mir doch eigentlich geht. Meistens zumindest.

Kirsten Wendts Werk sollte aber nicht nur als anschaulicher und trotz des dargestellten Leidens durchaus unterhaltsamer Einblick in ein Leben und in den durch eine chronische Krankheit aufs Äußerste beeinträchtigten Alltag gelesen werden. Zwischen den Zeilen ist es auch eine eindringliche Bitte um Verständnis oder wenigstens darum, doch zumindest ernst genommen zu werden.

Die wohlwollenden Ratschläge der Umwelt (und damit ist nicht die direkte Umwelt, die Familie, gemeint, sondern die nur sehr marginal von der Krankheit mit-betroffene Umwelt!) sind nett gemeint, aber nicht wirklich hilfreich. Die Betroffenen können sich nicht "zusammenreissen". Sie sind nicht medikamentensüchtig. Sie sind nicht einfach nur gestresst. Sie haben - herzlichen Dank - schon sämtliche schul- und alternativmedizinischen Spezialisten besucht. Sie sind nicht hysterisch. Sie treiben auch nicht zu wenig Sport. Sie sind krank und haben nur den Wunsch, dieses eine Leben, das sie haben, halbwegs normal leben zu können.
Und zu allem Überfluss ist ihnen auch noch schmerzlich bewusst, wie belastend die Situation nicht nur für sie selber ist, sondern auch für ihre Familienangehörige. Und dieses Wissen macht es ihnen nicht gerade einfacher.

Ich empfehle Kirsten Wendts "Kopfmann" nicht nur Migräne-Betroffenen und deren Umfeld. Denn ein solcher Appell an das Verständnis der Mitmenschen sollte sich nicht auf das Thema Migräne beschränken, sondern zum Beispiel auch im Bereich Depressionen gehört werden. Auch hier sind die Betroffenen den gleichen eben erwähnten Ratschlägen und Vorwürfen ausgesetzt und leiden - zusätzlich - unter fehlendem Verständnis der Nicht-Betroffenen!

Sonntag, 12. Februar 2012

Sonntags-Pausen-Krimi 1: Teufelsbraten

Ich habe ein paar kleine, alte Sachen aus der Mottenkiste befreit und beschlossen, sie ans Licht zu lassen.
Hier ist also der erste von immerhin fünf Sonntags-Pausen-Krimis. Aus dem sechsten wurde deshalb nie etwas, weil der sich damals zu einem Roman aufgebläht hat und sich nicht mehr so einfach in einer Pause lesen lässt.


Teufelsbraten

Dieses Abendessen würde alles ändern.
Nie konnte er ihr etwas recht machen. Nichts hatte sie ihm je zugetraut. "Aus dir wird ja doch nie was." Tausende Male hatte er sie das sagen hören. "Du bist genauso ein Nichtsnutz wie dein Vater."
Während er das Fleisch ablöschte, dachte er daran, welches liebevolle Verhältnis andere Söhne zu ihren Müttern hatten.
Er testete, ob die Kartoffeln schon gar waren. Andere Söhne in seinem Alter wohnten nicht mehr bei ihrer Mutter. Sie hatten eine eigene Familie.
Er schmeckte die Soße ab und fügte noch etwas Sahne hinzu. Andere Söhne hatten auch keine Mutter, die es immer wieder schaffte, ihr "Kind" davon abzuhalten, eine eigene Existenz aufzubauen, ein eigenes Leben zu leben.
Er schnitt den Braten in Scheiben und richtete einige Stücke auf zwei Tellern an.
Einmal hatte er mit gepackten Koffern vor ihr gestanden. "Ach, mein armes Herz," hatte sie gejammert. Wie gelang es ihr nur immer wieder, ihn mit ihren Schauspielkünsten zu überzeugen? "Du willst mich also auch verlassen, wie dein versoffener Vater. Dabei habe ich alles aufgegeben für den Taugenichts. Und was hatte ich davon? Erst hat er mich betrogen, dann hat er sich totgesoffen. Und du?" Sie hatte sich in einen Sessel fallen lassen und eine Hand auf ihre Brust gepresst. "Dann geh doch," hatte sie gezischt. "Wirst schon sehen, was du davon hast. Bring mich ins Grab. Dabei kommst du doch alleine gar nicht zurecht. Was bist du denn schon? Ein Nichts. Wie dein Vater."
Warum hatte er sich damals nicht einfach herumgedreht und war gegangen? Weil er ihr geglaubt hatte, dass sie sein Weggehen nicht überleben würde und dass er ein Nichts war, das alleine nicht zurecht kommen würde. Was wäre denn, wenn sie recht hätte?
Er schüttelte den Kopf, um die Erinnerung loszuwerden und stellte fest, dass sich um den Boden des Topfes mit den Kartoffeln ein weißer, schäumender Ring gebildet hatte. Schnell schaltete er die Platte aus und goss das Wasser ab.
Kartoffeln auf beide Teller, Soße darüber – dann ... das Gewürz auf den einen. Mutter mochte es nun mal pikanter. Jetzt musste es schnell gehen, damit der Geschmack sich nicht veränderte.
"Wo bleibt das verdammte Essen?" Er nahm in jede Hand einen Teller. "Schon unterwegs, Mutter!"

Er ging hinüber ins Esszimmer. Den Teller mit besonders viel Soße stellte er vor seine Mutter. "Bestimmt wieder versalzen," murmelte sie, nahm ein großes Stück Kartoffel, tunkte es in die Soße und steckte es in den Mund. "Klar," sagte sie kauend. "Versalzen."
Auch ein nettes letztes Wort, dachte er drei Minuten später, als sie vor ihm auf dem Linoleum lag.
Er hatte ihr nie erzählt, dass er montags ausnahmsweise keine Überstunden im Büro machte, sondern zu einem Kochkurs bei einem gewissen Fräulein Adelheid an der Abendschule ging. Fräulein Adelheid hielt ihn nicht für ein Nichts. Ganz im Gegenteil! Und Fräulein Adelheid hatte noch ein ganz besonderes Hobby: schwer nachzuweisende, exotische Gifte, die am besten in Fleischsoßen gereicht wurden.


Copyright Esther Koch 05.02.2011.

Donnerstag, 2. Februar 2012

Vorteilspack

Bitte, kann mal jemand für mich den Begriff "Vorteilspack" definieren? Ich dachte bisher immer, das bedeutete, dass man mehr Produkt für weniger Geld bekäme.
Seit meinem heutigen Besuch im Waldshut-Gurtweil-Tiengener E-Center bin ich mir da nicht mehr so sicher. Beim Versuch, Ersatz-Bürstenköpfe für unsere elektrische Oral-B-Zahnbürste zu kaufen, flüsterte mir meine kleine innere Teufelchenstimme zu, ich hätte doch genügend Zeit und einen Taschenrechner auf dem iPod. Wie wäre es denn, wenn ich mal die Einzelpreise des Dreierpacks und des Fünfervorteilspacks vergleichen würde? Also iPod gezückt und gerechnet. 9,45:3=3,15. Aha. Gut. Und jetzt 16,25:5=3,25. Nochmal Aha. Beim (fette Gänsefüßchen) Vorteilspack (fette Gänsefüßchen) soll ich also 10 Cent MEHR pro Bürstenkopf zahlen als beim "normalen" Dreierpack ......
Es stellt sich jetzt die Frage, lasse ich mir daraufhin den Begriff "Vorteilspack" jetzt mal von Edeka oder von Oral-B erklären?
Ich gehe jedenfalls in Zukunft nicht mehr ohne Taschenrechner einkaufen. Ich mag gar nicht darüber nachdenken, wieviel ich bisher schon auch bei anderen Dingen zuviel bezahlt habe....
Sowas läppert sich nämlich! Bei 10 Cent mehr pro Stück hätte ich in diesem Fall nämlich schon glatte 50 Cent verschenkt. Und keinem, dem ich es unbedingt gönnen würde.
Mein Fazit: Wir werden wirklich bei jeder Gelegenheit verarscht. Keiner von "denen" will, dass wir gesünder, glücklicher oder erholter sind. Die wollen nur unser Geld. Es ist wohl wie bei Momo und den Grauen Herren. Sie zeigen uns Möglichkeiten, etwas zu sparen, was sie uns dann auf Umwegen fortnehmen.
Also: Wenn möglich nicht in Eile einkaufen, Augen auf und Taschenrechner zücken!

Sonntag, 29. Januar 2012

Das Paar am Nebentisch

Das Paar am Nebentisch ist vor ein paar Minuten hereingekommen. Sie setzen sich nebeneinander an zwei zusammen geschobene Tische. Sie dreht sich halb zu ihm herum. Sie unterhalten sich. Sie unterhalten sich angeregt. Er lächelt, sie lacht. Sie trinkt etwas von ihrem Wein, er von seinem Bier. Sie reden weiter.
Plötzlich wird aus der Unterhaltung eine Diskussion. Das Lächeln verschwindet aus den Gesichtern, aus den Augen. Er beginnt zu gestikulieren, ihre Worte werden weniger. Er dreht sich von ihr weg, zum Tisch hin. Sie wird abwechselnd bleich und rot. Sie schweigen, sehen einander nicht mehr an, sehen aneinander vorbei ins Leere.
Das Essen wird serviert. Schweigend wenden sie sich ihren Pizzas zu. Sie beginnt zu essen, stellt irgendwann fest, dass sie immer noch viertels zu ihm hingedreht ist und korrigiert ihre Haltung.
Sie scheint mit den Tränen zu kämpfen. Nicht sofort, erst nach ungefähr der halben Pizza. Aber sie bleibt tapfer. Versucht sie, an etwas Anderes zu denken? Oder gelingt es ihr, den Schmerz in Wut verwandeln. Irgendetwas ist schief gegangen bei dieser Unterhaltung. Es hat gut begonnen, dann aber eine falsche Wendung genommen. Er isst, trinkt, denkt in sich hinein. Fragt sich, was genau gerade eben hätte anders laufen müssen. Was genau vor langer Zeit hätte anders laufen müssen.
Er wendet seinen Kopf zu ihr, stellt eine Frage. Sie überlegt, wiegt ihren Kopf leicht hin und her. Daraus wird schließlich ein Nicken. Ein paar Worte, leise, ohne ihn anzusehen. Er spricht weiter, isst weiter. Sie antwortet. Das Gespräch kommt wieder in Gang, stockt erneut.
Sie beendet ihre Mahlzeit, trinkt etwas Wein. Kurz darauf ist auch er fertig. Sie wischt sich mit der Serviette über den Mund, knüllt sie zusammen, trinkt, wischt noch einmal und wirft die Serviette auf den Teller. Er legt das Besteck über seinen Teller, Serviette am Mund, Serviette beim Besteck. Er spricht. Sie schweigt.
Er spricht wieder, sie schüttelt leicht aber trotzig den Kopf, greift in ihre Jackentasche und holt Papiertaschentücher heraus. Sie hat den Tränenkampf verloren. Er sieht sie schweigend an, verzweifelt, mit dem Willen um Bemühen. Er besteht auf einer Antwort. Sie tupft sich die Augen, putzt die Nase. Schweigt.
Ich frage mich, wird sie gleich aufspringen und gehen? Das wäre schwierig da sie beide mit dem Rücken an der Wand sitzen, und sie sitzt in der Ecke, müsste an ihm vorbei. Aber sie rührt sich nicht, trocknet nur ihre Augen.
Endlich spricht sie. Kurze Sätze, Pausen dazwischen. Er wendet den Blick ab. Überlegt, nickt. Sie redet weiter, die Sätze werden länger, ihre Augen trockener, ihr Glas leerer. Die Unterhaltung wieder lebendiger.
Sie bestellt noch ein Glas Wein und bittet um die Dessertkarte. Es gibt also doch noch etwas zu Sagen. Viel. Das Gespräch wird wieder angeregter, das Lächeln kehrt auf die Gesichter zurück. Aber aus ihren Augen bleibt es verschwunden. Die Minuten zuvor haben Spuren hinterlassen.
Die Kellnerin kommt mit dem Wein und der Karte. Man blättert, liest, redet. Er bestellt einen Kaffee, sie ein kleines Eis. Sie essen, trinken, er bezahlt.
Sie bleiben sitzen und reden weiter. Das Thema dürfte ein anderes sein als zuvor. Sie lacht springt auf, greift nach ihrer Jacke. Er sieht zu ihr auf, lächelt, steht ebenfalls auf, lässt sie vorbei.
Gemeinsam verlassen sie plaudernd das Lokal. Ich sehe ihnen nach.
Gleich oder nachher oder morgen wirst Du mich schelten, dass ich dem Paar am Nebentisch mehr Aufmerksamkeit geschenkt habe als Dir. Oder auch nicht. Weil Du es nicht gemerkt hast.
Das Paar am Nebentisch, das sind wir. Oder waren wir?

Montag, 2. Januar 2012

Die Harry Potter-freie Zone ....

.... die mein Heim bis gestern war, existiert nicht mehr.

Angestiftet - oder sollte ich lieber sagen: inspiriert? - von einer Freundin habe ich auf dem Heimweg einen klitzekleinen Umweg über Donaueschingen gemacht.

Ach nee? Und mit Harry Potter hat das .... WAS zu tun? Mehr als man auf den ersten Blick glaubt. Von uns aus (Waldshut-Tiengen) betrachtet liegt der nächste real-Supermarkt in Donaueschingen. Und genau in einem real hat besagte Freundin dereinst ihre Harry Potter-DVD-Gesamtausgabe gekauft. Inklusive Jahr Sieben Teil Zwei.
Und da wir zum Abendessen nach mehrtägiger Abwesenheit vom heimischen Vorratsschrank ohne noch diverse - essbare - Dinge kaufen mussten, machten wir dort Rast. Tatsächlich konnte ich eine 16-Disc-Box erstehen. Nach einer ein Jahrzehnt dauernden Harry-Potter-Boykott-Phase konnte es nun nicht schnell genug gehen. Ärgerlich. Denn siehe da: Bei Amazon hätte ich sogar zehn Euronen weniger für das Ganze gezahlt.
Ich hoffe, das ist kein schlechtes Omen für meine gemeinsame Zukunft mit Mr. P., nachdem ich endlich bereit war, ihn in mein Leben zu lassen.